Politik

Gespräch endet im Eklat Trump bezeichnet Pelosi als "kranke Person"

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Präsident Trump beschimpfte Nancy Pelosi erst im Weißen Haus und dann auf Twitter.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Eigentlich wollen Präsident Trump und die Demokratin Pelosi über den Konflikt in Nordsyrien sprechen. Doch das Treffen zwischen den beiden endet frühzeitig: Pelosi verlässt das Weiße Haus, weil Trump sie beleidigt. Später legt er bei Twitter nach.

US-Präsident Donald Trump und seine demokratische Gegenspielerin Nancy Pelosi sind aufs Schärfste aneinandergeraten. Ein Treffen zwischen dem Republikaner und der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, bei dem es um den Konflikt in Nordsyrien ging, brachen die Demokraten vorzeitig ab. Sie begründeten dies damit, dass Trump Pelosi beleidigt und respektlos behandelt habe.

Hinterher bedachten sich beide Seiten auch mit wenig schmeichelhaften Worten, wobei sich Trump zu besonders derben Schmähungen verstieg. "Nancy Pelosi braucht schnell Hilfe!", schrieb der Präsident nach dem Treffen auf Twitter. "Entweder ist bei ihr 'da oben' etwas falsch, oder sie mag schlicht unser großartiges Land nicht. Sie hatte heute im Weißen Haus einen totalen Ausraster. Es war sehr traurig mit anzusehen. Betet für sie, sie ist eine sehr kranke Person!"

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Pelosi bescheinigte dem Präsidenten ihrerseits einen "Ausraster". Die von ihr geführte Delegation hatte das Gespräch mit dem Präsidenten vorzeitig abgebrochen und dies damit begründet, dass Trump die ranghöchste Führungsfigur der Demokraten beschimpft und respektlos behandelt habe. "Er war beleidigend, vor allem zur Vorsitzenden. Sie ist komplett ruhig geblieben, aber er bezeichnete sie als drittklassige Politikerin", sagte der Minderheitsführer der Demokraten im Senat, Chuck Schumer, vor Journalisten.

Der demokratische Mehrheitsführer im Repräsentantenhaus wählte gar einen historischen Superlativ: "Das heutige Treffen mit dem Präsidenten ist zu einer Schmähtirade ausgeartet. Nie zuvor habe ich gesehen, dass ein Präsident ein gleichgestelltes Regierungsorgan so respektlos behandelt", twitterte Steny Hoyer, der seit 1981 für die Demokraten im Kongress sitzt.

Quelle: n-tv.de, ibu/dpa