Politik

Drei Monate vor der Wahl Trump feuert seinen Wahlkampfmanager

imago0102479677h.jpg

Der Republikaner Trump will sich bei der Präsidentschaftswahl am 3. November eine zweite Amtszeit sichern.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Unter anderem wegen seines Umgangs mit der Corona-Pandemie liegt US-Präsident Trump bei Umfragen immer weiter hinter seinem Herausforderer Biden zurück. Um sich dennoch eine zweite Amtszeit zu sichern, tauscht er nun seinen Wahlkampfmanager aus. Doch das ist nicht der einzige Grund.

US-Präsident Donald Trump setzt wenige Monate vor der Präsidentschaftswahl auf einen neuen Wahlkampfmanager. Künftig werde Bill Stepien seinen Wahlkampf leiten, teilt Trump bei Twitter mit. Stepien war bislang Stellvertreter vom bisherigen Chef Brad Parscale, der auf seinen ursprünglichen Posten als Leiter der digitalen Kampagne zurückkehren werde, kündigt Trump an.

Der Republikaner Trump will sich bei der Präsidentschaftswahl am 3. November eine zweite Amtszeit sichern. Derzeit liegt er aber in Umfragen hinter seinem demokratischen Herausforderer Joe Biden. Laut der US-Website FiveThirtyEight steht Trump aktuell bei 42,2 Prozent, während Biden 50,3 Prozent für sich verbuchen kann. Trump war wegen seines Umgangs mit der Coronavirus-Pandemie sowie mit den Anti-Rassismus-Protesten im Land verstärkt in die Kritik geraten.

Hat die Entscheidung mit Blamage in Tulsa zu tun?

Mehr zum Thema

US-Medien spekulieren auch, dass Trump seinen ehemaligen Wahlkampfmanager Pascale für seine misslungene Veranstaltung in Oklahoma verantwortlich macht. Ursprünglich wurden in Tulsa bis zu einer Million Menschen trotz Corona-Pandemie erwartet, weshalb neben dem gemieteten Stadion auch ein Außenbereich mit Bühne errichtet wurde. Doch statt sich von seinen Anhängern feiern lassen zu können, musste der Präsident auf auffallend leere Ränge im Stadion blicken. Nur 6200 Menschen nahmen an der Kundgebung teil. Der Grund: Zahlreiche Trump-Gegner hatten Tickets reserviert, nur um dann nicht zu erscheinen.

Organisiert hatten diese Aktion unter anderem sogenannte K-Pop-Stans - besonders passionierte Fans koreanischer Popmusik. So sorgten Teenager maßgeblich mit dafür, dass Trumps erster großer Auftritt seit Ausbruch des Coronavirus zur großen Blamage - zum #TulsaFail auf Twitter - wurde.

Quelle: ntv.de, can/AFP/dpa