Politik

Gipfel beginnt mit Handschlag Trump lobt "exzellentes Verhältnis" zu Kim

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Historisches Aufeinandertreffen: Kim Jong Un und Donald Trump.

(Foto: REUTERS)

Es dauert keine 50 Minuten, aber US-Präsident Trump ist sich sicher: Das Vier-Augen-Gespräch mit Nordkoreas Machthaber Kim verlief "sehr, sehr gut". Nach einem Treffen in größerer Runde gibt es ein gemeinsames Mittagessen.

US-Präsident Donald Trump hat sich nach einem 48 Minuten dauernden Vier-Augen-Gespräch mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un optimistisch gezeigt. Die Gespräche liefen "sehr, sehr gut", sagte Trump. "Exzellentes Verhältnis", betonte er. Trump und Kim hatten sich mit einem langanhaltenden Händedruck und einem leichten Lächeln in einem Hotel auf der Ferieninsel Sentosa begrüßt.

Im Anschluss an das Vier-Augen-Gespräch setzten sich Trump und Kim in größerer Runde zu Gesprächen zusammen. Auf US-Seite kamen Außenminister Mike Pompeo, der Nationale Sicherheitsberater John Bolton und Trumps Stabschef im Weißen Haus, John Kelly, hinzu. An der Seite Kims saß unter anderem der frühere Geheimdienstchef Kim Yong Chol. Nach diesem Gespräch kam die Delegation zu einem Mittagessen zusammen. Der Gipfel soll nach bisheriger Planung bis in den Nachmittag (Ortszeit) dauern.

Schwierigkeiten überwunden

Der Weg zu den Gesprächen sei nicht einfach gewesen, sagte Kim. Trump sagte, er habe keine Zweifel daran, dass sie gute Gespräche und eine hervorragende Beziehung haben würden. Die USA verlangen, dass Nordkorea sein Atomprogramm vollständig, unumkehrbar und nachweisbar aufgibt. Der nordkoreanischen Nachrichtenagentur KCNA zufolge steht auch auf der Tagesordnung, wie der Frieden auf der Halbinsel dauerhaft gesichert werden kann.

Kim wich allerdings Fragen nach atomarer Abrüstung mehrfach aus. Beim Gang zu einem weiteren Gespräch reagierte er drei Mal nicht auf entsprechende Reporterfragen. Den zweimaligen Zuruf "Werden Sie denuklearisieren?" ignorierte er ebenso wie den anschließenden Zuruf "Herr Kim, werden Sie Ihre Atomwaffen aufgeben?"

Unmittelbar vor den Beratungen hatte Trump getwittert: "Wir werden bald alle wissen, ob es anders als in der Vergangenheit einen wirklichen Deal geben kann oder nicht." Trump hat auch ein Friedensabkommen ins Gespräch gebracht. Der Koreakrieg vor 65 Jahren endete nur mit einem Waffenstillstandsabkommen. Formell gibt es zwischen Nordkorea und den USA bis heute keine diplomatischen Beziehungen.

Quelle: ntv.de, bad/rts/AFP/dpa