Politik

"Eine eigenartige Sache" Trump nennt Sanders-Ausstieg "halbherzig"

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Sanders will nun zusammen mit Joe Biden Trump besiegen.

(Foto: REUTERS)

Bernie Sanders hat das Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur aufgegeben. Und Donald Trump? Er macht sich Hoffnungen, dass enttäuschte Sanders-Anhänger nun für ihn stimmen könnten. Schnittmengen gebe es jedenfalls.

US-Präsident Donald Trump empfindet den Rückzug des linken Senators Bernie Sanders aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten als halbherzig. "Er ist nicht wirklich ausgestiegen", sagte Trump im Weißen Haus. Sanders halte an seinen bisher eingefahrenen Delegiertenstimmen fest und wolle bei den nächsten Vorwahlen weitere sammeln. "Das ist kein Ausstieg", sagte Trump. "Das ist eine eigenartige Sache, die da vor sich geht." Er nehme an, dass Sanders die Delegiertenstimmen als Hebel für Verhandlungen nutzen wolle.

Sanders hatte am Mittwoch seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen der US-Demokraten verkündet und damit den Weg frei gemacht für eine Kandidatur des Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden. Dieser ist nun der einzige verbleibende Bewerber in dem Rennen der Demokraten und steht so quasi schon als Herausforderer für den republikanischen Amtsinhaber Trump bei der Präsidentschaftswahl Anfang November fest - lange vor dem Ende der Vorwahlen.

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Sanders hatte gesagt, Biden werde der Präsidentschaftskandidat der Partei sein, und man werde zusammenstehen, um Trump zu besiegen. Zugleich kündigte er an, bei den restlichen Vorwahlen auf den Wahlzetteln zu bleiben, um weiter Delegiertenstimmen zu sammeln und sich so zumindest noch inhaltlichen Einfluss beim großen Nominierungsparteitag der Demokraten im Sommer zu sichern.

Trump sagte, er hoffe darauf, dass enttäuschte Sanders-Anhänger nun für ihn stimmen würden. Bei der Wahl 2016, bei der sich Sanders ebenfalls vergeblich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten bemüht hatte, sei dies ebenfalls passiert, erklärte Trump weiter. Beim Thema Handel etwa lägen Sanders und er auf einer gemeinsamen Linie.

Quelle: ntv.de, ino/dpa