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US-Präsident besitzt dort Resort Trump will G7 zu sich nach Miami einladen

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Der Informationsdienst Axios hatte berichtet, das Resort Trump National Doral in Miami sei in der engeren Auswahl.

(Foto: REUTERS)

Im kommenden Jahr übernehmen die USA den Vorsitz der G7. US-Präsident Trump verrät jetzt den voraussichtlichen Ort für den nächsten Gipfel der Wirtschaftsmächte: Miami. Wie praktisch, dass der Immobilienunternehmer dort selbst einen Golfklub besitzt.

Der nächste G7-Gipfel soll in Miami stattfinden. Das kündigte US-Präsident Donald Trump beim aktuellen G7-Gipfel im französischen Biarritz an. Trump sagte, dass das Treffen führender Wirtschaftsmächte wahrscheinlich nur fünf Autominuten vom Flughafen der Millionenmetropole im Süden Floridas stattfinden werde.

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Die USA übernehmen im nächsten Jahr den Vorsitz der G7 von Frankreich. Trump betonte, dass es noch keine endgültige Entscheidung über den Tagungsort gebe. Er benannte den Ort nicht, den er in Miami im Blick hat. Er sagte lediglich, dass es ein großes Gelände sei, auf dem jede Delegation ein Gebäude mit 50 bis 70 Zimmern hätte. "Es ist ein großartiger Ort", sagte er.

Der Informationsdienst Axios hatte vergangenen Monat berichtet, das Resort Trump National Doral in Miami sei in der engeren Auswahl. Es ist einer der Golfklubs des Präsidenten - aber fast 20 Autominuten vom Flughafen entfernt. Einen Termin für den Gipfel gibt es noch nicht.

Verstoß gegen "emoluments clause"?

Sollte Trump das Treffen tatsächlich in einem seiner eigenen Golfklubs ausrichten, wäre dies nach Ansicht seiner Kritiker ein Verstoß gegen die "emoluments clause" ("Vergütungsklausel") der US-amerikanischen Verfassung. Diese verbietet es dem Präsidenten, sich persönlich an seinem Amt zu bereichern, etwa durch Geschenke oder Vergütungen fremder Staaten. Dies wäre wohl der Fall, sollte Trump den Gipfel tatsächlich in seinem eigenen Resort veranstalten.

Neben einem möglichen G7-Treffen in seinem Resort hat Trump auch die Hoffnung darauf immer noch nicht aufgegeben, dass der russische Präsident Wladimir Putin beim Gipfel in den USA dabei sein wird. "Wir werden sehen, was passiert", sagte er. Am Sonntag hatte Trump im Kreis der G7 jedoch keine Mehrheit dafür gefunden, aus der G7 wieder eine G8 mit Russland zu machen. Er betonte aber, dass dies nur der aktuelle Stand sei. Außer den USA und Frankreich gehören Deutschland, Großbritannien, Japan, Kanada und Italien zu der G7-Gruppe.

Quelle: n-tv.de, aeh/tsi/dpa

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