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Gericht verurteilt Michael Cohen Trumps Ex-Anwalt muss drei Jahre in Haft

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Michael Cohen

(Foto: REUTERS)

Um US-Präsident Trump zu schützen, macht sein ehemaliger Anwalt im Rahmen der Russland-Ermittlungen falsche Aussagen vor dem Kongress. Auch wegen Steuerhinterziehung muss er sich verantworten. Ein Gericht verurteilt ihn zu einer jahrelangen Haftstrafe.

Der frühere Anwalt von US-Präsident Donald Trump, Michael Cohen, ist zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Ein Bundesgericht in New York verurteilte Cohen unter anderem wegen Steuerhinterziehung und Falschaussagen, wie der Sender CNN meldete. Die Anklage hatte für die angelasteten Straftaten zwischen 51 und 63 Monate Haft vorgesehen.

Cohen hatte sich unter anderem schuldig bekannt, den Kongress bei dessen Russland-Untersuchungen belogen, Steuern hinterzogen und Schweigegeld bezahlt zu haben. Die Staatsanwaltschaft forderte daraufhin eine "substanzielle Gefängnisstrafe".

Cohen kooperiert mit FBI-Sonderermittler Robert Mueller, der untersucht, ob es im Präsidentschaftswahlkampf 2016 geheime Absprachen des Trump-Lagers mit Vertretern Russlands gegeben hat. Im Zusammenhang mit einem geplanten, aber nie verwirklichten Bauprojekt Trumps in Moskau, hatte Cohen den Kongress angelogen. Demnach wurde das Projekt noch weit bis in den Wahlkampf 2016 hinein verfolgt - anders als von Cohen ursprünglich angegeben. Vor Gericht sagte er, es sei seine Aufgabe gewesen, Trumps "schmutzige Taten" zu vertuschen.

Schweigegeldzahlungen sollen an die Ex-Porno-Darstellerin Stormy Daniels und indirekt mindestens an eine weitere Frau während des Wahlkampfes 2016 geflossen sein. Beide Frauen geben an, Affären mit Trump gehabt zu haben. Trump bestreitet das. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass Cohen in beiden Fällen "in Abstimmung mit und unter Federführung von" Trump gehandelt hat. Die Anklage ist außerdem überzeugt: "Cohen handelte in der Absicht, die Präsidentschaftswahl 2016 zu beeinflussen." Die Staatsanwaltschaft sieht "geheime und illegale" Zahlungen als Wahlkampfhilfen an, weil sie geleistet worden seien, um Trumps Wahlchancen 2016 nicht zu mindern.

Quelle: n-tv.de, mba/dpa/AFP

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