Trump droht Land mit VernichtungUSA melden Versenkung iranischer Schnellboote

Nach einer angeblichen Attacke auf Handelsschiffe greift das US-Militär durch und versenkt nach eigenen Angaben mehrere iranische Boote. Das Regime in Teheran dementiert. Präsident Trump droht dem Land mit der Vernichtung.
Die USA haben inmitten einer Waffenruhe im Iran-Krieg mehrere Schnellboote der Islamischen Republik zerstört. Präsident Donald Trump schrieb auf seiner Plattform Truth Social von sieben Schiffen, der Kommandeur des zuständigen Regionalkommandos (Centcom), Admiral Brad Cooper, berichtete von sechs versenkten Booten.
Trump schrieb zur Begründung, der Iran habe einige in dem Krieg unbeteiligte Nationen angegriffen – darunter ein südkoreanisches Frachtschiff. Abgesehen von diesem Schiff sei bislang kein weiteres bei der Durchfahrt der Straße von Hormus zwischen dem Iran und dem Oman zu Schaden gekommen. Der staatliche iranische Rundfunk dementierte die Berichte über versenkte Schnellboote unter Berufung auf eine namentlich nicht genannte Militärquelle.
CNN zitierte Admiral Cooper mit der Aussage, dass der Iran zuvor mehrere Marschflugkörper, Drohnen und kleine Boote gegen US-Kriegsschiffe sowie geschützte Handelsschiffe eingesetzt habe. Die iranischen Boote seien daraufhin von US-Hubschraubern der Typen Apache und Seahawk angegriffen worden. Die US-Streitkräfte hätten zudem einen Durchgang durch die strategisch wichtige Meerenge gesichert. Eine direkte Eskorte ziviler Schiffe gebe es jedoch nicht, sagte Cooper.
Trump drohte dem Iran für den Fall von Angriffen auf US-Schiffe mit Vernichtung. Der Iran werde "von der Erde gefegt", sollte er Schiffe angreifen, die im Rahmen der neuen US-Initiative zur Öffnung der Straße von Hormus im Einsatz seien, zitierte der Sender Fox News Trump nach einem Interview. Trump sagte demnach auch, dass die USA militärisch gut aufgestellt seien: Das US-Militär verfüge über mehr Waffen und Munition besserer Qualität als zuvor. "Wir haben die beste Ausrüstung. Wir haben überall auf der Welt Material. Wir haben überall auf der Welt Stützpunkte. (...) Wir können all das Material einsetzen, und das werden wir auch tun, wenn es nötig ist."
Der US-Präsident hatte am Sonntag eine neue Initiative angekündigt, um Schiffe zu "befreien", die nahe der Straße von Hormus festsitzen. Die Initiative startete nach US-Angaben heute. Aktuell befänden sich Schiffe von 87 Nationen im Persischen Golf, teilte Cooper auf X mit. Bei ihnen handele es sich um "neutrale und unschuldige Dritte". Innerhalb der vergangenen zwölf Stunden hätten die USA zu Dutzenden Schiffen und Reedereien den Kontakt aufgenommen, um den Verkehr durch die für den Welthandel wichtigen Meerenge voranzutreiben.