Politik

Trump unterzieht sich Test USA weiten Einreiseverbot aus

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Hat sich auf den "ausländischen" Virus testen lassen: Donald Trump.

(Foto: AP)

Die einmonatige Einreisesperre in die USA wird nun auf alle Europäer ausgeweitet. Nach den Vermutungen um eine mögliche Infektion des US-Präsidenten verkündet Trump, einen entsprechenden Test gemacht zu haben.

US-Präsident Donald Trump hat angekündigt, das bestehende Reiseverbot auf Irland und Großbritannien auszuweiten. Die beiden Länder waren zunächst vom Verbot ausgenommen. Laut Vize-Präsident Mike Pence soll die Einschränkung ab Dienstag gelten. Zudem habe Trump bei sich einen Test auf das Coronavirus machen lassen. "Ich habe den Test gestern Abend gemacht", sagte er.

Der Präsident hatte am Freitag gesagt, er werde wahrscheinlich einen Test machen lassen, nachdem er Kontakt zu einigen Infizierten hatte. Trump hatte trotz gegenteiliger Empfehlung von Experten am Freitag aber auch immer noch die Hände von Menschen geschüttelt, mit denen er Kontakt hatte.

Im Weißen Haus in Washington wird wegen der Corona-Krise ab sofort Fieber bei Besuchern gemessen. Bei allen Menschen mit "engem Kontakt zu dem Präsidenten" und Vize-Präsident Mike Pence werde die Temperatur gemessen, kündigte Vize-Pressesprecher Judd Deere an.

In den USA ist die Zahl der Infizierten nach Angaben der Johns Hopkins Universität am Samstag auf 2488 gestiegen. Allerdings dürfte die tatsächliche Zahl der Infizierten deutlich höher liegen. Wegen fehlender Tests wurden in den USA im Vergleich zu anderen Ländern bislang nur wenige Menschen getestet.

Trump war lange vorgeworfen worden, die Ausbreitung des Virus zu verharmlosen. Dann verhängte er am Mittwoch eine einmonatige Einreisesperre für fast alle Europäer und sprach von einem "ausländischen" Virus. Damit handelte er sich weltweit Kritik ein. Bereits am Freitag hatte Trump den nationalen Notstand ausgerufen. Damit könnten bis zu 50 Milliarden Dollar gegen die Pandemie mobilisiert werden, sagte er.

Quelle: ntv.de, mba/AFP