Politik

Magwas soll es machen Union legt sich auf eigene Bundestagsvizepräsidentin fest

240920376.jpg

Die 41-jährige Yvonne Magwas könnte der Union als Bundestags-Vizepräsidentin dienen.

(Foto: picture alliance / Flashpic)

Die Entscheidung ist gefallen: Der geschäftsführende CDU-Vorstand einigte sich auf die Vorsitzende der Frauengruppe in der Unionsfraktion, Yvonne Magwas, für das Amt der Vizepräsidentin des Bundestags. Für die Grünen und die FDP soll das Amt von bekannten Gesichtern weiter bekleidet werden.

Die Spitze der Unionsfraktion schlägt die CDU-Politikerin Yvonne Magwas als Kandidatin für das Amt der Vizepräsidentin des Bundestags vor. Darauf verständigte sich der geschäftsführende Vorstand der Unionsfraktion im Bundestag, wie aus Unionskreisen verlautete. Die Fraktion muss am Abend noch zustimmen. Die 41-jährige Magwas ist Vorsitzende der Gruppe der Frauen in der Unionsfraktion. Spekulationen darüber, dass die Union auch zwei Vizeposten verlangen könnte, wurden in der Fraktion eine Absage erteilt.

Die Abgeordneten Monika Grütters und Annette Widmann-Mauz (beide CDU) verzichteten wohl darauf anzutreten. Ebenfalls Interesse angemeldet hatte der bisherige parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion, Michael Grosse-Brömer. Damit dürfte eine Kampfabstimmung in der CDU/CSU-Fraktion über den Posten vermieden worden sein.

Magwas sitzt seit 2013 im Bundestag. Bei der damaligen Wahl war sie über die Landesliste Sachsen eingezogen. 2017 und zuletzt am 26. September errang sie jeweils das Direktmandat im Vogtlandkreis. Die studierte Soziologin lebt mit dem Ost-Beauftragten der Bundesregierung und Bundestagsabgeordneten Marco Wanderwitz zusammen. Sie haben ein gemeinsames Kind.

Nach dem Willen ihrer Fraktionen sollen auch Claudia Roth und Wolfgang Kubicki das Amt des Bundestags-Vizepräsidenten ebenfalls ausüben. Die 66-jährige Roth von den Grünen und der 69-jährige FDP-Mann Kubicki hatten das Amt bereits in der vergangenen Legislaturperiode inne. Die AfD-Fraktion wird den Thüringer Politiker Michael Kaufmann ins Rennen für einen der Vizeposten. In der vergangenen Legislaturperiode waren die AfD-Kandidaten für den Posten bei allen Wahlen durchgefallen.

Als stärkste Fraktion im neuen Bundestag stellt künftig die SPD die Bundestagspräsidentin. Dies soll die Gesundheitspolitikerin Bärbel Bas werden. Die Wahl findet bei der konstituierenden Sitzung des neu gewählten Parlaments am morgigen Dienstag statt. Eröffnet wird die Sitzung dann vom am längsten amtierenden Abgeordneten, Wolfgang Schäuble. Dieser war in der vergangenen Legislatur Bundestagspräsident. Nach der Wahlniederlage der Union hat er keine Chance auf eine zweite Amtszeit.

Quelle: nfi/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.