Politik
Wenn sich die Deutschen in einem einig sind, dann darin: Angela Merkel sollte Bundeskanzlerin bleiben.
Wenn sich die Deutschen in einem einig sind, dann darin: Angela Merkel sollte Bundeskanzlerin bleiben.(Foto: REUTERS)
Mittwoch, 13. Februar 2013

Merkels Partei liegt bei 43 Prozent: Union peilt absolute Mehrheit an

Die Deutschen stehen fest zu ihrer Kanzlerin. Auch nachdem Bildungsministerin Schavan ihren Doktortitel verliert, ist die Zustimmung ungebrochen. Bei einer Direktwahl wäre Merkel der Sieg sicher. Und auch ihre Partei schwingt sich zu immer neuen Höhen auf.

Der neue "Stern"-RTL-Wahltrends untermauert eindrucksvoll den Regierungsanspruch der CDU. Gemeinsam mit der CSU kommt die Partei auf ganze 43 Prozent und liegt damit 2 Punkte über dem Ergebnis der Vorwoche und auf dem besten Wert seit Jahren. Nur Mitte Januar war erreichten die Unionsparteien schon einmal die Marke von 43 Prozent.

Der Zugewinn geht zu Lasten der Grünen, die von 15 auf 14 Prozent fallen, und der FDP, die statt 4 nun nur noch 3 Prozent erhält. Die SPD bleibt unverändert bei 25 Prozent. Die Piraten kommen auf 3 Prozent. Die Linkspartei verharrt bei 7 Prozent.

Fall Schavan bringt keinen Schaden

Obwohl die FDP weiterhin als Koalitionspartner ausfiele, steigen für die Union die Chancen einer konservativen Mehrheit. Denn alle anderen Parteien, die nach aktuellem Stand in den Bundestag einziehen würden, erreichen gemeinsam nur 47 Prozent. Mit ihren 43 Prozent liegen CDU und CSU damit nur noch wenige Punkte unter der absoluten Mehrheit. Der Grund: Mit 3 Prozent für die FDP, 3 Prozent für die Piraten und 5 Prozent für sonstige Parteien sind relativ viele Stimmen verschenkt.

Besonderen Schaden scheint die CDU bisher auch nicht durch die Aberkennung des Doktortitels von Annette Schavan zu nehmen. Die Befragung lief in der Zeit vom 4. bis zum 8. Februar, die Entscheidung der Universität Düsseldorf fiel am 5. Februar. Die tatsächlichen Auswirkungen von Schavans Rücktritt werden sich aber wohl erst in der kommenden Woche zeigen.

Wirtschaftliche Stimmung deutlich schlechter

Der Grund für das Vertrauen in die CDU scheint weiterhin vor allem die Zufriedenheit mit Kanzlerin Angela Merkel zu sein. 59 Prozent (+1) würden sie laut der Forsa-Umfrage direkt wählen, wenn sie die Möglichkeit hätten. SPD-Kandidat Peer Steinbrück bekäme nur 19 Prozent (-2) der Stimmen.

Eine Verschlechterung ergab sich bei der Frage nach den wirtschaftlichen Erwartungen. Nur noch 16 Prozent (-2) erwarten eine Verbesserung, 46 Prozent (+2) rechnen mit einer Verschlechterung. Damit dreht sich ein Trend um: Seit der zweiten Januar-Woche hatte sich die Stimmung noch Schritt um Schritt verbessert.

Quelle: n-tv.de