Politik

Was ist mit Nordkoreas Diktator? Von Kim unterschriebenes Dokument geleakt

125608725.jpg

Auf diesem Propaganda-Foto aus dem vergangenen Oktober sieht Kim noch ganz gesund aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Seit Tagen blühen Spekulationen um Nordkoreas Diktator Kim Jong Un. Da er seit Wochen nicht mehr gesehen wurde, heißt es, er könnte tot sein. Nun taucht ein aktuelles, von ihm unterzeichnetes Dokument auf. Doch das wird die Spekulationen nicht beenden.

Während weltweit über den Gesundheitszustand von Nordkoreas Diktator Kim Jong Un spekuliert wird, ist offenbar ein aktuelles, von ihm unterschriebenes Regierungsdokument aufgetaucht. Laut einem Bericht des südkoreanischen Portals "Daily NK" wird in dem am Freitag veröffentlichten Papier dazu aufgerufen, einen Krankenhausbau in der Hauptstadt Pjöngjang sowie Soldaten und einfache Leute zu unterstützen. Die Bauern des Landes sollen demnach darauf achten, rechtzeitig zu säen.

Mehr zum Thema

Zweifel am Gesundheitszustand kann das Papier aber nicht zerstreuen. Denn "Daily NK" führt einige Punkte auf, die von früheren Dokumenten dieser Art abweichen. So seien diese Anordnungen üblicherweise mittwochs oder donnerstags veröffentlicht worden. Das Portal beruft sich auf eine Quelle in Nordkorea. Außerdem enthielten diese Direktiven normalerweise mehr Befehle, beim letzten seien es zehn gewesen. Auch mündliche Order und Antworten des Diktators auf Vorschläge staatlicher Behörden seien nicht wie sonst aufgeführt worden. Ob Kim wirklich der Autor ist, lässt sich nicht nachprüfen.

Der nordkoreanischen Quelle von "Daily NK" zufolge könnte es sich hier um den Versuch staatlicher Stellen handeln, die Regierungsarbeit fortzusetzen. In Nordkorea sei es niemandem erlaubt, den Tonfall offizieller Kim-Statements nachzuahmen, wird ein "früherer hochrangiger Regierungsmitarbeiter" zitiert. Habe Kim tatsächlich seine Regierungspflichten aufgegeben, sei es möglich, "dass wir weitere Regierungsabteilungen sehen werden, die versuchen die Regierungslücke zu schließen."

Quelle: ntv.de, vpe