Politik

USA 2016 Was ist das Electoral College?

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4. Januar 2013: Kongressmitarbeiter prüfen die Unterlagen des Electoral College.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Der Präsident wird in den USA nicht unmittelbar vom Volk gewählt, sondern mittelbar, über das Kollegium der Wahlmänner und -frauen. Je nach Größe entsenden die Bundesstaaten zwischen drei und 55 Personen ins Electoral College. Insgesamt besteht dieses Gremium derzeit aus 538 Personen, die Mehrheit liegt also bei 270 Stimmen. Vertreten sind ausschließlich die 50 Bundesstaaten sowie der Hauptstadtbezirk Washington D.C. Die Bewohner der US-Außengebiete, die von den Parteien bei den Vorwahlen noch berücksichtigt werden, haben kein Stimmrecht.

Gleichzeitig gilt das Mehrheitswahlrecht: Jeder Bundesstaat entsendet nur Wahlmänner und -frauen einer einzigen Partei ins Electoral College. Das kann - wie im Jahr 2000, als der Republikaner George W. Bush gegen den Demokraten Al Gore gewann - dazu führen, dass ein Kandidat Präsident wird, der nicht die meisten Wählerstimmen bekommen hat.

Theoretisch sind die Wahlmänner und -frauen frei in ihrer Wahl. In der Praxis sind sie jedoch an das Votum ihrer Wähler gebunden. Ein Treffen des Gremiums gibt es nie: Die Mitglieder geben ihre Stimme 41 Tage nach der Wahl in den Hauptstädten ihrer Bundesstaaten ab. Ausgezählt werden diese Stimmen erst Anfang Januar, am ersten Sitzungstag des neuen Kongresses.

Quelle: ntv.de, hvo