Arbeitsministerium ist am teuerstenWerbung kostet GroKo Millionen

Ein paar Broschüren drucken, ein paar Anzeigen schalten - das kann nicht so viel kosten, könnte man meinen. Tut es aber doch. Die Große Koalition soll in nur fünf Monaten fast 10 Millionen Euro in Werbemittel investiert haben. Eine Kampagne war besonders kostspielig.
Die Große Koalition hat in den ersten fünf Monaten ihrer Regierungszeit bereits 9,5 Millionen Euro für Werbung wie Anzeigen oder Broschüren ausgegeben. Das geht laut "Bild"-Zeitung aus einer schriftlichen Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Demnach hat allein das Bundesarbeitsministerium bisher rund 3,3 Millionen Euro in Werbung gesteckt. Davon seien 1,2 Millionen Euro in die Kampagne für das Rentenpaket geflossen.
Die zweitgrößte Summe gab dem Bericht zufolge mit rund 2,8 Millionen Euro das Bundespresseamt aus. Am teuersten sei dabei mit rund 1,1 Millionen Euro eine Werbekampagne für die "EU-Verwaltungspartnerschaft" inklusive Druck und Gestaltung gewesen. Den drittgrößten Ausgabenposten besetze mit 840.000 Euro bisher das Bundesgesundheitsministerium, heißt es. Dabei habe allein der neu gestaltete Internetauftritt rund 318.000 Euro gekostet.
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Klaus Ernst kritisierte die Werbeausgaben. "Die Große Koalition nimmt die Steuerzahler aus wie eine Weihnachtsgans: Bei Sozialreformen wird gekleckert, bei Eigenwerbung geklotzt", sagte Ernst der "Bild".