Politik

Heizperiode endet frühzeitig Wohnungen in Kiew bleiben ab Montag kalt

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Ein Kontrollpunkt in Kiew.

(Foto: picture alliance/dpa/SOPA Images via ZUMA Press Wire)

Der Krieg in der Ukraine verlangt den Menschen dort immer mehr ab. So werden in den Wohnhäusern und Geschäften der ukrainischen Hauptstadt in Kürze die Heizungen abgestellt. Dabei liegen die Temperaturen nachts gerade mal etwas über dem Gefrierpunkt.

Wegen des Krieges in der Ukraine wird die Heizsaison in der Hauptstadt Kiew am Montag vorzeitig beendet. Das habe die örtliche Militärverwaltung angeordnet, teilte die Stadtverwaltung mit. Wohnungen und Geschäftsgebäude sollten nicht mehr beheizt werden. Für Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und Kultureinrichtungen werde das Abschalten in Absprache mit deren Leitern geregelt.

Eine nähere Begründung und Erklärung enthält die Anordnung nicht. So ist unklar, was mit den eingesparten Rohstoffen passiert - etwa, ob sie für bestimmte Einrichtungen wie Krankenhäuser eingeteilt oder für das Militär verwendet oder vorbehalten werden.

In Kiew werden in den kommenden Nächten Temperaturen von ein bis drei Grad erwartet. Üblicherweise endet die Heizsaison im Fernwärmenetz Mitte April. Die Stadtverwaltung wies darauf hin, dass die Infrastruktur der Millionenstadt trotz des Krieges funktioniere. Notfallteams arbeiteten rund um die Uhr, um Schäden an Strom-, Heiz- oder Wassernetzen zu reparieren. 90 Müllwagen holen demnach Abfälle ab, mehr als 2300 Hausmeister säuberten weiterhin Straßen und Höfe.

Quelle: ntv.de, hul/dpa

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