Politik

Entführung in Nigeria Zweite deutsche Geisel frei

Eineinhalb Wochen nach seiner Verschleppung ist auch der zweite in Nigeria entführte Deutsche wieder frei. Der Mann sei am späten Mittwochabend freigelassen worden, bestätigte das Auswärtige Amt in Berlin. Bei dem Entführten handelt es sich um einen deutschen Mitarbeiter eines Zulieferunternehmens der Ölindustrie.

Im August wurden im Ölproduktionszentrum im Niger-Delta in sieben Entführungsfällen insgesamt 17 zumeist ausländische Arbeiter der Ölbranche verschleppt. Nun bleibt noch ein Libanese in der Hand von Entführern. Vergangenen Freitag war ein anderer Deutscher nach zwei Wochen in der Gewalt einer Rebellengruppe unverletzt auf freien Fuß gesetzt worden. Der 62-jährige Mitarbeiter des Baukonzerns Bilfinger Berger hatte erklärt, er sei gut und mit Respekt behandelt worden.

Viele Entführungen in dem Land mit der größten Erdölproduktion Afrikas sind allein durch die Hoffnung auf Lösegeld motiviert. Andere zielen darauf ab, von den Ölkonzernen Geld oder andere Vorteile für die Bewohner der Fördergebiete zu erzwingen, die nach Darstellung der Rebellen zu wenig von den natürlichen Ressourcen ihrer Heimat profitieren. In jüngster Zeit hat es aber auch mehrere Geiselnahmen und Angriffe vor dem Hintergrund von Machtkämpfen rivalisierender Milizen und Politiker gegeben. Präsident Olusegun Obasanjo hatte zuletzt ein härteres Vorgehen gegen Rebellen angekündigt.

Am Sonntag war es bei einer gescheiterten Geiselübergabe zu einem Feuergefecht zwischen Soldaten und den Entführern gekommen. Dabei wurden mindestens zehn Rebellen und die Geisel, ein einheimischer Mitarbeiter des Ölkonzerns Royal Dutch Shell getötet.

Quelle: ntv.de

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