Politik

Zeitgleich mit Soleimani-Tötung Zweiter US-Angriff soll gescheitert sein

Neben dem iranischen General Soleimani stand auch ein ihm bei den Al-Kuds-Birgaden unterstellter Anführer auf der US-Abschussliste. Laut Medienberichten schlug der Drohnenangriff im Jemen jedoch fehl.

Die USA hatten Regierungskreisen zufolge parallel zu der gezielten Tötung des iranischen Generals Ghassem Soleimani vergangene Woche eine weitere Person im Visier. Eine geheime Aktion sei im Bürgerkriegsland Jemen durchgeführt worden, sagten zwei US-Regierungsvertreter der Nachrichtenagentur Reuters. Sie sei allerdings fehlgeschlagen.

Die Aktion habe sich gegen den Iraner Abdul Reza Shahlai gerichtet, der Soleimani unterstellt war. Das US-Verteidigungsministerium wollte sich nicht zu den Informationen äußern. Zuerst hatte die "Washington Post" über den Vorgang berichtet.

Soleimani wurde durch einen von US-Präsident Donald Trump befohlenen Drohnenangriff in Bagdad getötet. Der Iran hat als Vergeltung US-Ziele angegriffen. Zuletzt waren beide Seiten aber um eine Entspannung der Lage bemüht. Trump zufolge wollte Soleimani eine US-Botschaft in die Luft sprengen. Shahlai werfen die Vereinigten Staaten unter anderem vor, 2011 einen Mordversuch auf den saudi-arabischen Botschafter in den USA mitgeplant zu haben.

Quelle: ntv.de, mba/rts