Politik
Mittwoch, 27. Juli 2005

Explosionen & schlechtes Wetter: Schwere Bohrinsel-Unglücke

Bei der Ölförderung auf den Weltmeeren gibt es immer wieder Unfälle auf Bohrinseln, bei denen Menschen ums Leben kommen und erhebliche Umweltschäden entstehen. Hauptgefahrenquellen sind Explosionen und schlechtes Wetter. Die bisher größte Katastrophe ereignete sich am 06. Juli 1988 vor Schottland.: Bei mehreren Explosionen auf der Bohrinsel Piper Alpha sterben 166 Menschen. Nachfolgend eine Auswahl der schwersten Unglücke der vergangenen Jahrzehnte:

27.03.1980 vor Norwegen: Im Sturm bricht ein Pontonpfeiler der Versorgungsinsel "Alexander Kielland" im Ekofisk-Feld. Die Insel diente als schwimmendes Hotel und Erholungszentrum für die Mannschaft der Bohrinsel "Edda". Von den 212 Mann an Bord konnten 123 nicht gerettet werden. 75 wurden tot geborgen, 48 blieben vermisst.

24.01.2001: Vor der brasilianischen Küste werden zwei Ölarbeiter auf der B-37-Plattform der Petrobas durch toxische Gase getötet. Das Gas war aus einem Tankleck ausgetreten.

17.08.1997: Aus einer Ölbohrstelle vor Südborneo schießt Gas. Dies setzt die Plattform in Brand und lässt sie ins Meer stürzen. Niemand kommt bei dem Unglück ums Leben. Allein der Versicherungsschaden beläuft sich aber auf 80 Millionen Dollar. Wie viel Öl sich in die Javasee ergießt, ist nicht bekannt.

20.01.1996: Bei einer Explosion auf einer Ölbohrinsel im Morgan-Ölfeld im Golf von Suez (Ägypten) kommen drei Menschen ums Leben.

18.01.1995: Vor der Küste Nigerias sterben bei einer Explosion auf einer Erdölplattform 6 Menschen, 18 werden verletzt, 4 vermisst.

25.03.1993: Eine Explosion auf einer Erdölplattform im Maracaibo-See im Westen von Venezuela kostet mehr als 20 Menschen das Leben, es gibt viele Verletzte. Ein Leck in einer Pumpanlage wird als Ursache vermutet.

10.08.1991: In der Nordsee vor der norwegischen Küste kommen bei der Kollision eines Helikopters mit einer vom Philipps-Konzern betriebenen Bohrinsel drei Menschen ums Leben.

15.02.1982: Vor Neufundland (Kanada) kentert in stürmischer See die Bohrinsel "Ocean Ranger". Keines der 84 Besatzungsmitglieder überlebt.

25.11.1979: Die chinesische Bohrplattform Bohai-2 sinkt im Golf von Bohai in einem schweren Sturm zwischen China und Nord-Korea. Durch ein Leck in der Belüftungsanlage war Wasser eingedrungen. 72 Besatzungsmitglieder ertrinken.

Quelle: n-tv.de