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Gastbeitrag von Peter Altmaier "Für eine transatlantische Energie- und Klimaallianz"

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

(Foto: picture alliance/dpa/BMWi)

An diesem Dienstag findet der siebte "Berlin Energy Transition Dialogue" (BETD) statt, veranstaltet vom Bundeswirtschaftsministerium und Auswärtigem Amt - wegen der Pandemie in diesem Jahr nur virtuell.

Ein Gastbeitrag von Peter Altmaier

Die USA sind zurück in der Klimapolitik. Auch China, Südkorea, Kanada und Japan haben sich ebenso wie Deutschland und die Europäische Union zur Klimaneutralität bekannt. Diese neue Geschlossenheit müssen wir nutzen für einen Neustart in der internationalen Klima- und Energiepolitik. Der am 16. März 2021 stattfindende siebte Berlin Energy Transition Dialogue bietet hierfür die richtige Bühne, um die globale Energiewende entscheidend voranzutreiben.

Energiewende und Klimaschutz stehen, wenn wir sie intelligent angehen, in keinem Widerspruch zu Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit unserer Volkswirtschaften. Sie haben vielmehr das Potenzial, Motor für Innovation und nachhaltiges globales Wachstum zu sein. Die immer größer werdende Allianz an Ländern steigert unsere Möglichkeiten, diese Generationenaufgabe gemeinsam zu bewältigen.

Eine starke transatlantische Energie- und Klimaallianz kann hierfür entscheidende Impulse geben. Die Biden-Administration hat mit der Rückkehr zum Pariser Abkommen bereits eine fundamentale Kursänderung in der Energie- und Klimapolitik der USA eingeleitet und einen Neustart in der internationalen Klima- und Energiemöglichkeit ermöglicht. Wir wollen daher unsere energiepolitische Zusammenarbeit mit den USA sowohl global wie auch bilateral erweitern und stärken. Aber nicht nur die USA, auch Kanada ist für uns ein zentraler Partner für eine transatlantische Energie- und Klimaallianz. Daher freue ich mich, mit meinem kanadischen Amtskollegen Seamus O’Regan auf dem diesjährigen Berlin Energy Transition Dialogue eine Energiepartnerschaft zwischen Kanada und Deutschland zu unterzeichnen.

Gemeinsam mit den USA und Kanada haben wir auf beiden Seiten des Atlantiks das technologische und unternehmerische Potenzial, Innovationen zu entwickeln und zu skalieren und großflächig voranzubringen. Das gilt vor allem für den Einsatz von Wasserstoff und Technologien, die den Einsatz von erneuerbaren Energien außerhalb des Stromsystems ermöglichen. Nur mit einem großflächigen Einsatz können wir die Kosten für grünen Wasserstoff, Batteriespeicher und Elektromobilität so weit senken, dass sie in der Breite wirtschaftlich nutzbar werden. Gleiches gilt für Energieeffizienztechnologien sowie Offshore-Wind. All das sind strategische Zukunftsindustrien, bei denen es essentiell ist, Partnerschaften entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu schließen.

Unsere Interessen sind ähnlich, unsere Voraussetzungen, Fähigkeiten und Ressourcen ergänzen sich gut. Gemeinsam können wir die Herausforderungen bewältigen und gemeinsam können wir an innovativen Lösungen arbeiten, um die globale Energiewende voranzutreiben. Für eine starke transatlantische Energie- und Klimaallianz.

Quelle: ntv.de

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