Produkt-Check Haushalt & Garten

Kleine Helfer, große UnterschiedeMini-Akkuschrauber im Test - welcher hat die meiste Kraft?

19.08.2026, 15:28 Uhr Screenshot 2026-01-15 125444Von Nikolai Henn
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Klein heißt nicht automatisch schwach: Diese fünf Geräte schrauben im Alltagscheck gegeneinander an. (Foto: RTL/ntv)

Klein, handlich, praktisch: Beim Möbelaufbau oder beim Festziehen loser Schrauben greifen viele Menschen gern zu Mini-Akkuschraubern. Für den ntv Produkt-Check testen wir fünf beliebte Modelle.

Mini-Akkuschrauber sind die Alltagshelden unter den Werkzeugen. Ob beim Anbringen einer Küchenlampe, dem Befestigen eines neuen Regals oder dem Nachziehen lockerer Schrauben an einer wackeligen Schranktür: Für die meisten Aufgaben reichen die kompakten Helfer völlig aus. Gerade bei Kraft und Ausdauer zeigen sich im Test jedoch deutliche Unterschiede. Alle von uns getesteten Geräte haben eine LED-Leuchte, die den Schraubbereich beleuchtet. Ein Modell punktet mit einem cleveren Extra - ein Halter fixiert die Schraube direkt am Bit, sodass man sie beim Ansetzen nicht festhalten muss.

Mini-Akkuschrauber von Bosch, Einhell und Co. im Test - das Fazit

Testsieger ist der Bosch IXO 7*. Er dreht die 5 × 50 Millimeter Schraube im Schnitt am weitesten ins Holz und überzeugt mit einer präzisen Bedienung der Taste für Rechts- und Linkslauf.

Beim Preis-Leistungs-Sieger Black & Decker CS3652LC* bekommt man viel Kraft für wenig Geld. Das Gerät ist zudem robust verarbeitet und liefert dank der großflächigen Gummierung den besten Grip im Test.

So läuft der Mini-Akkuschrauber-Test ab

Wir testen die Schrauber in typischen Alltagssituationen und einem Härtetest. Unsere Testkriterien sind:

  • Funktion und Leistung: Eindrehen von kleinen (4 x 20 mm) und normalen (5 x 50 mm) Schrauben in Holz ohne Vorbohren, Lösen einer festsitzenden Schraube sowie ein Extremtest mit einer großen Schraube (6 x 80 mm)

  • Verarbeitung und Qualität: Griffgefühl, Qualität der Gummierung, Gewichtsverteilung und allgemeiner Eindruck von Materialien, Kanten und Übergängen

  • Benutzerfreundlichkeit und Pflege: Bedienung der Rechts-/Linkslauftaste, Einhandführung, Kontrolle unter Belastung

  • Ausstattung und Features: Qualität der Aufbewahrung, Bitwechsel, Beleuchtung, integrierte Bits, Griffverstellung und weitere nützliche Funktionen

  • Preis-Leistung: Wie viel Leistung, Verarbeitungsqualität und Ausstattung bekommt man für sein Geld?

Diese Mini-Akkuschrauber testen wir

Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.

Testsieger: Bosch IXO 7 Mini-Akkuschrauber

Kurz und knapp: Der Bosch IXO 7 überzeugt mit starker Alltagsleistung, solider Aufbewahrungsbox und ordentlichem Lieferumfang, beim Griffkomfort gibt es noch Luft nach oben.

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Bosch IXO 7 Mini-Akkuschrauber
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40,93 €56,99 €

Die Gummierung des Bosch IXO 7 an der Griffrückseite bietet ordentlichen Grip und ist sauber verarbeitet, an der Vorderseite dominiert allerdings Plastik. Der Ein-/Ausschalter ist recht groß und belegt schon rund die Hälfte des vorderen Griffs, sodass für die übrigen Finger wenig Platz bleibt. Eine Fingermulde fehlt. Eine Besonderheit hat im Test nur der Bosch IXO 7 zu bieten: eine druckabhängige Drehzahlregelung. Je fester man auf den Auslöser drückt, desto schneller dreht der Schrauber - von ganz langsam bis zur vollen Drehzahl. So lässt sich jede Schraube gefühlvoll ansetzen und anschließend zügig eindrehen.

Im Alltagstest mit der 5 × 50 Millimeter-Schraube fährt der IXO 7 das beste Ergebnis ein: durchschnittlich nur 0,78 Zentimeter Restlänge. Drei Schrauben gehen fast vollständig hinein, zwei bleiben deutlich weiter draußen - die Streuung ist also recht groß. Beim Lösen der festsitzenden Schraube zeigt das kleine Kraftpaket gemeinsam mit dem Black & Decker die stärkste Leistung: Am Anfang stockt er zwar kurz, dann dreht die Schraube flüssig heraus.

Im Extremtest mit der großen Schraube landet der Bosch mit rund 5,12 Zentimeter Restabstand nur im Mittelfeld.

Die Bedienung des Bosch* ist im gesamten Testfeld am besten: Die Laufrichtungstasten lassen sich einfach und zugleich sehr präzise einstellen, auch die mittlere Sperrposition trifft man ohne Mühe. Zum Verstauen gibt es eine einfache kleine Plastikbox, in der Akkuschrauber, Netzteil und Bits Platz finden - der Schieberegler-Verschluss sitzt allerdings nicht sehr stabil.

Mit-dem-Drehzahlmesser-pruefen-wir-wie-schnell-der-Bosch-IXO-7-im-Leerlauf-dreht
Mit dem Drehzahlmesser prüfen wir, wie schnell der Bosch IXO 7 im Leerlauf dreht. (Foto: RTL/ntv)
  • Drehmoment: 5,5 Newtonmeter

  • Leerlaufdrehzahl: 0 - 235 Umdrehungen pro Minute laut Hersteller, circa 199 Umdrehungen pro Minute im Test

  • Gewicht: 320 Gramm

  • Akku: 3,6 Volt, 2,0 Amperestunden

  • Lieferumfang: zehn Bits, magnetischer Bithalter, Micro-USB-Kabel und Aufbewahrungsbox

Preis-Leistungs-Sieger: Black & Decker CS3652LC Mini-Akkuschrauber

Kurz und knapp: Der Black & Decker CS3652LC bietet viel Kraft zum kleinen Preis, liegt sehr griffig in der Hand und bringt einen Winkelaufsatz mit. Punkte verliert er bei Aufbewahrung und Umschalttaste.

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Black & Decker CS3652LC Mini-Akkuschrauber
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Der Black & Decker CS3652LC überzeugt mit seinem Griffgefühl. Die Gummierung wirkt sehr hochwertig und ist auch an den Kanten sehr präzise verarbeitet. Sie zieht sich fast über den kompletten Schrauber und bietet den besten Grip im Test. Durch die Fingermulden liegt der Griff noch angenehmer in der Hand.

Im Extremtest mit der großen Schraube zieht der Black & Decker am weitesten durch: Mit rund 4,62 Zentimeter Restabstand bedeutet das Platz eins. Bei der Alltagsschraube landet er mit durchschnittlich 0,94 Zentimeter Restlänge auf Rang zwei und arbeitet dabei gleichmäßiger als der Testsieger. Auch bei der festsitzenden Schraube gehört er gemeinsam mit Bosch zur stärksten Gruppe - nach kurzem Zögern läuft die Schraube flüssig heraus. Der Black & Decker ist das einzige Modell im Test mit einem Winkelaufsatz. Dieser ist praktisch, wenn Schrauben nah an Kanten, in Ecken oder unter Möbeln sitzen und ein gerader Schrauber nicht genug Platz hat.

Schwächen zeigen sich bei der Bedienung des Black & Decker*: Die Taste für Rechts- und Linkslauf ist sehr schwergängig und lässt sich nicht so leicht kontrollieren. Schade ist auch, dass im Lieferumfang nur ein einfacher Pappkarton zur Aufbewahrung enthalten ist, in dem alle Teile lose liegen - für den Transport alles andere als optimal.

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Der Black & Decker zeigt bei den 5 × 50 Millimeter-Schrauben eine starke Leistung. (Foto: RTL/ntv)
  • Drehmoment: 5,5 Newtonmeter

  • Leerlaufdrehzahl: 180 Umdrehungen pro Minute laut Hersteller, circa 171 Umdrehungen pro Minute im Test

  • Gewicht: 320 Gramm

  • Akku: 3,6 Volt, 1,5 Amperestunden

  • Lieferumfang: In 8 Positionen verstellbarer Winkelaufsatz, ein 25-mm-H4-Bit und Ladegerät

Einhell TE-SD 3,6/1 Li Mini-Akkuschrauber - handlich und solide

Kurz und knapp: Der Einhell TE-SD 3,6/1 Li liegt am besten in der Hand und bietet eine solide Leistung - richtig dicke Schrauben sind aber nicht seine Welt.

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Einhell TE-SD 3,6/1 Li Mini-Akkuschrauber
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Der Einhell TE-SD 3,6/1 Li liegt im Test am angenehmsten in der Hand. Der Schalterdrücker ist der kleinste im Feld, dadurch bleibt viel Platz für die übrigen Finger. Die muldenförmige Griffform sorgt für guten Grip, die Gummierung sitzt an Vorder- und Rückseite des Griffs.

Bei der Alltagsschraube landet der Einhell mit durchschnittlich 1,30 Zentimeter Restlänge im Mittelfeld. Im Extremtest landet er mit rund 4,82 Zentimeter Restabstand knapp hinter dem Black & Decker auf einem starken zweiten Platz. Beim Lösen der festsitzenden Schraube reiht er sich direkt hinter Bosch und Black & Decker ein - nach einigem Zögern am Anfang läuft er flüssig durch.

Die Laufrichtungstaste des Einhell* funktioniert ordentlich und lässt sich präzise einstellen. Der größte Haken zeigt sich bei der Aufbewahrung: Im Test liegt lediglich ein Karton bei, in dem die Einzelbits lose herumfliegen.

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Bei den 5 × 50-Millimeter-Schrauben schafft der Einhell eine solide Leistung: Im Schnitt stehen noch 1,30 Zentimeter heraus. (Foto: RTL/ntv)
  • Drehmoment: 4,5 Newtonmeter

  • Leerlaufdrehzahl: 180 Umdrehungen pro Minute laut Hersteller, circa 179 Umdrehungen pro Minute im Test

  • Gewicht: 370 Gramm

  • Akku: 3,6 Volt, 1,5 Amperestunden

  • Lieferumfang: 10-teiliges Bit-Set und Micro-USB-Ladegerät

WORX WX255 Mini-Akkuschrauber - cleveres Magazin, zäh beim Schrauben

Kurz und knapp: WORX setzt auf eine pfiffige Bit-Technik und einen praktischen Schraubenhalter - für kräftige Schraubjobs fehlt dem Gerät die Power.

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WORX WX255 Mini-Akkuschrauber
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Der WORX WX255 erinnert an einen Revolver: Die wichtigsten Bits stecken in einer integrierten Trommel und lassen sich per Schieber im Handumdrehen wechseln. Das klappt im Test zuverlässig und erweist sich als echte Hilfe bei häufigen Bitwechseln. Ein ausfahrbarer Schraubenhalter erleichtert zudem das einhändige Arbeiten, besonders über Kopf, da die Schraube direkt am Bit gehalten wird.

Trotz seines Kunststoffgehäuses wirkt das Gerät robust, alle Elemente sitzen passgenau. Für zusätzlichen Halt sorgt die Gummierung an der Griffrückseite, während die Vorderseite überwiegend aus Kunststoff besteht. Der Ein-/Ausschalter ist sehr groß und nimmt einen Großteil des Griffbereichs ein, Fingermulden fehlen.

Dem WORX* fehlt es insgesamt an Kraft. In beiden Schraubtests - Alltag und Extrem - landet der WORX auf dem letzten Platz. Er schafft es nicht, die Schrauben auch nur annähernd so tief im Holz zu versenken wie die Konkurrenz. Beim Lösen der festsitzenden Schraube ist der erste Moment am schwersten - hier mussten wir im Test mit eigener Kraft nachhelfen, danach lief es flüssig.

Bei der Umschalttaste zeigt sich ein weiterer Nachteil: Sie lässt sich zwar sehr leicht von links nach rechts verschieben, gerade dadurch erfordert die mittlere Sperrposition aber viel Gefühl. Zur Aufbewahrung liegt eine Box mit Kunststoffeinlage bei, die zumindest etwas Ordnung schafft, aber keinen verschließbaren Koffer ersetzt.

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Praktisch für enge Stellen und Arbeiten über Kopf: Der WORX-Halter hat die Schraube im Griff. (Foto: RTL/ntv)
  • Drehmoment: 3 Newtonmeter

  • Leerlaufdrehzahl: 230 Umdrehungen pro Minute laut Hersteller, circa 196 Umdrehungen pro Minute im Test

  • Akku: 4 Volt maximal, 1,5 Amperestunden

  • Gewicht: 500 Gramm

  • Lieferumfang: fünf Bits, 2-Millimeter-Vorbohrer, Ladegerät, Bit-Kassette und Schraubenhalter

HYCHIKA Mini-Akkuschrauber - viel Zubehör, wenig Power

Kurz und knapp: Der HYCHIKA Akkuschrauber lockt mit viel Zubehör und einem verstellbaren Griff, ihm mangelt es aber an der nötigen Kraft.

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Der HYCHIKA Akkuschrauber hat den längsten Griff im Test und eignet sich damit für alle, die trotz Mini-Format ordentlich zupacken wollen oder große Hände haben. Die Gummierung wirkt allerdings dünn und wenig hochwertig - schon bei leichtem Ziehen löst sie sich.

Beim Schrauben schwächelt der HYCHIKA. Im Alltagstest bleibt mit durchschnittlich 1,54 Zentimeter Restlänge viel Schraube draußen, im Extremtest reicht es mit rund 5,70 Zentimeter Restabstand nur für einen der hinteren Plätze. Beim Lösen der festsitzenden Schraube tut er sich sehr schwer: Nur mit mehreren Versuchen und eigener Kraft lässt sich die Schraube in kleinen Etappen herausdrehen, flüssig läuft das nicht. Der Hersteller des HYCHIKA gibt ein maximales Drehmoment von 6 Nm an - also den höchsten Wert im Test. Dennoch landet er bei der Schraubtiefe nur im hinteren Feld. Bosch und Black+Decker sind mit 5,5 Nm angegeben und schrauben deutlich souveräner. Die Herstellerangabe allein sagt also wenig darüber aus, wie kraftvoll ein Akkuschrauber in der Praxis tatsächlich arbeitet.

Der verstellbare Griff lässt sich einfach von der geraden in die Pistolenform bringen. Das hilft an engen Stellen, wenn vor dem Schrauber wenig Platz bleibt. Zusätzlich sitzt am Griffende eine separate Taschenlampe, ergänzend zum normalen Arbeitslicht an der Gerätespitze. Beim Zubehör dreht der HYCHIKA* auf: Im kleinen Werkzeugkoffer mit Tragegriff liegen verschiedene Schrauberbits, Stecknüsse, eine Verlängerung und ein kleiner Bohrer. Der Koffer wirkt einfach und die Bits sitzen nicht fest in ihren Halterungen.

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Der HYCHIKA kämpft mit der 6 × 80-Millimeter-Schraube - hier kommt der kleine Schrauber an seine Grenze. (Foto: RTL/ntv)
  • Drehmoment: 6 Newtonmeter

  • Leerlaufdrehzahl: 180 Umdrehungen pro Minute laut Hersteller, circa 158 Umdrehungen pro Minute im Test

  • Gewicht: 375 Gramm

  • Akku: 3,6 Volt, 2,0 Amperestunden

  • Lieferumfang: 36 Zubehörteile, Ladeadapter, USB-Ladekabel und Aufbewahrungsbox

Quelle: ntv.de

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