Knackig, knusprig, leckerAir Fryer - diese beiden Geräte sind Testsieger
Heißluftfritteusen erobern die Küchen, doch welche Modelle liefern wirklich knusprige Ergebnisse? Der ntv Produkt-Check nimmt vier Geräte gemeinsam mit einem Kochprofi genau unter die Lupe.
Ob knackiges Gemüse, leckere Schnitzel oder knusprige Pommes - Heißluftfritteusen scheinen nahezu alles perfekt zubereiten zu können. Aktuell hoch im Kurs ist bei vielen Kochfans der Air Fryer von Ninja Crispi, doch der hat auch seinen Preis. Können andere Hersteller da mithalten?
So haben wir getestet
Insgesamt vier neue Air Fryer verschiedener Hersteller nehmen wir im Test gemeinsam mit Koch Justus Wilms unter die Lupe. Alle kommen mit Sichtfenster daher und sind kompakter als bisherige Modelle. Besonders wichtig sind uns im Test Ausstattung, Handhabung, Kocherlebnis und Reinigung der Heißluftfritteusen. Daneben darf der Geschmackstest von zubereiteten Schnitzeln, Pommes und Gemüse nicht fehlen. So viel vorneweg: Zwei Geräte können besonders überzeugen.
Diese Heißluftfritteusen haben wir getestet
Testsieger: Airfryer Philips, circa 150 Euro*
Preis-Leistungs-Sieger: Heißluftfritteuse Cosori, circa 85 Euro*
Hinweis: Die Preise sind volatil, Händler passen bisweilen auch die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) an. Sollten sich die Preise von den hier angegebenen unterscheiden, wurden sie nach Veröffentlichung des Artikels durch den Händler geändert.
Airfryer im Test - das Fazit
Sinnvoll ist es, beim Airfryer-Kauf die Größe des Garkorbs zu beachten - passt sie zum eigenen Bedarf? Denn: Bei zu großer Beladung kann das Ergebnis ungleichmäßig und weniger knusprig ausfallen, man sollte also lieber etwas mehr Platz einplanen. Daneben kann es sich auszahlen, bereits vorab an die Reinigung zu denken: Hier eignen sich langfristig runde Garkörbe besser als eckige. Im Test selbst überzeugt uns in Sachen Ausstattung, Bedienung und Geschmack der Airfryer von Philips* am meisten. Wer etwas weniger ausgeben möchte, bekommt mit dem Modell von Cosori* eine gute Alternative.
Unser Testsieger: der Airfryer von Philips
Kurz und knapp: Zum Sieger in unserem Test brutzelt sich klar der originale "Airfryer" von Philips - hier stimmen nicht nur Garraumgröße und die breite Palette an Kochfunktionen. Das Ergebnis - lecker!
In Sachen Ausstattung punktet die Heißluftfritteuse sowohl mit einer Garraumgröße von praktischen 4,2 Litern - genug Platz für 6 Hühnerkeulen -, als auch mit 16 Kochfunktionen, die für jede Menge Zubereitungs-Möglichkeiten sorgen. Großes Plus: Von allen Heißluftfritteusen läuft die Philips im Betrieb am leisesten, zudem leuchtet das Display hell und ist damit gut bedienbar. Nettes Extra: Via QR-Code haben Nutzer Zugriff auf Rezepte und Tipps.
Auch im Praxistest punktet der Airfryer von Philips*, die Schnitzel werden bei 20 Minuten Garzeit nicht zu trocken und nicht zu kross. Die mit Feta gefüllte Paprika gelingt und liegt beim Temperaturcheck bei den anvisierten 60 Grad. Die Pommes backen schön kross, wobei die integrierte Shake-Erinnerung dafür sorgt, dass die Kartoffelteile im Garraum umgelagert werden und das Ergebnis entsprechend gleichmäßig knusprig ausfällt.
Preis-Leistungs-Sieger: die Heißluftfritteuse von Cosori
Kurz und knapp: Viel knusper zu günstigem Preis - die Heißluftfritteuse von Cosori wartet mit 12 Funktionen auf und überzeugt im Praxistest vor allem bei der gefüllten Paprika.
Der UVP des Air Fryers von Cosori liegt mit 149 Euro nicht wesentlich unter dem der Vergleichsmodelle, aber: Es gibt immer wieder Angebote für rund 90 Euro - so auch im Rahmen unseres Tests. Doch auch zum Normal-Preis bleibt die Cosori die günstigste der getesteten Heißluftfritteusen und kann vor allem beim Kocherlebnis überzeugen. Sie hat einen Garraum von 6,2 Litern und besitzt 12 Funktionen sowie eine Vorheizfunktion, die bessere Ergebnisse verspricht.
Im Praxistest zeigt sich: Beim Schnitzel meint es die Heißluftfritteuse von Cosori* fast etwas zu gut, unseren Testern sind sie minimal zu kross. Die mit Feta gefüllten Paprika gelingen hingegen wunderbar und erreichen die gewünschte Temperatur. Die Pommes sind kross, aber nicht "überragend", wie unsere Tester attestieren - ein Urteil, das aber auch für die anderen Geräte in Sachen Fritten gilt.
Der Air Fryer von Ninja Crispi
Kurz und knapp: Der Air Fryer Ninja Crispi ist extrem angesagt, aber wird er seinem Hype wirklich gerecht? Im Test performt das Gerät solide, aber nicht herausragend.
Der erste Eindruck ist gut: Statt mit nur einem Glasbehälter kommt die Heißluftfritteuse Ninja Crispi* gleich mit zwei Gefäßen - eins mit 3,8 Litern für Familien und eins mit 1,4 Litern für kleinere Portionen - ideal, um das fertige Essen beispielsweise mit zur Arbeit zu transportieren. Auch eine dazugehörige App ist verfügbar. Der Ninja Crispi hat 4 Wärme-Modi, bietet allerdings keine Möglichkeit, um die Temperatur exakt einzustellen. Im Test versuchen wir darum, eine Temperaturerklärung in der Bedienungsanleitung zu finden, die Angaben sind jedoch vage. Wir haken beim Kundenservice nach und bekommen dort die Auskunft, wie heiß die einzelnen Modi ungefähr werden (z. B. Recrisp etwa 193-204 °C).
Im Praxistest gelingen Schnitzel und Gemüse gut, die Pommes können nicht komplett überzeugen: Sie sind an den Rändern des Behälters zwar kross gebacken, in der Mitte entdecken unsere Tester aber schlappe, ungleichmäßig gegarte Exemplare. Ob's daran liegt, dass der Air Fryer als einziger im Test keine Shake-Erinnerung besitzt? Insgesamt eine solide Leistung, die im Vergleich zu anderen Geräten aber nicht heraussticht.
Die Heißluftfritteuse von Panasonic
Kurz und knapp: Die Anzeige ist dunkel, die Reinigung zäh, das Ergebnis ok - im Test kann uns das Gerät von Panasonic nicht komplett überzeugen.
Bei der Größe des Garraums liegt die Heißluftfritteuse von Panasonic mit 5 Litern genau zwischen unseren beiden Siegern im Test. Der Hersteller wirbt mit einer 360-Grad-Luftzirkulation und 11 Menü-Voreinstellungen, allerdings zeigt sich im Test schnell: Die Anzeige ist so dunkel, dass die richtige Einstellung gar nicht so einfach zu erkennen ist. Probleme macht das optisch sehr stilvolle Gerät auch bei der Reinigung: Viele kleine Ecken und Löcher sorgen für zeitraubende Putzarbeit, zumal der Garkorb im Gegensatz zu allen anderen im Test nicht in der Spülmaschine landen darf und entsprechend per Hand gespült werden muss.
Auch im Praxistest landet die Heißluftfritteuse von Panasonic* hinter den Testsiegern. Bei der gefüllten Paprika schafft es der Air Fryer nicht ganz bis zu den anvisierten 60 Grad, Pommes und Schnitzel gelingen hingegen zufriedenstellend.
*Die Testredaktion rund um den ntv Produkt-Check ist unabhängig, erwirbt Produkte für ihre Tests auf eigene Kosten und bewertet bei Tests wie bei Vergleichen nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.
Dieser Artikel erschien erstmalig am 11. Dezember 2025 und wurde danach redaktionell überarbeitet.




