Produkt-Check Technik

Perfekt für kalte TageVier Heizlüfter im Test - welcher heizt am schnellsten ein?

08.01.2026, 09:41 Uhr
imageVon Sandy Liesen
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Der ntv Produkt-Check achtet besonders auf Lautstärke und Leistung der Heizlüfter (Foto: Egor/Adobe Stock)

Schluss mit Frieren! Mobile Heizlüfter wärmen Räume schnell auf, wenn es draußen klirrend kalt ist. Worauf sollten Verbraucher beim Kauf achten? Für den ntv Produkt-Check testen wir vier Modelle.

Angenehme Wärme, wenn man aus der Dusche kommt oder mit kalten Füßen auf der Couch sitzt: Das ist kein Problem mit mobilen Heizlüftern. Es gibt sie mit Keramik-Heizelement oder Drahtgeflecht, mit viel und weniger Power. Manche Modelle sind lauter, andere leiser. Welches Gerät überzeugt in unserem Test?

So testen wir die Produkte

Wir schauen uns die Geräte zusammen mit dem Experten Harald Lacher an, er ist Energieberater der Verbraucherzentrale. Wie laut oder leise sind die Geräte? Wie schnell erwärmen sie den Raum? Dazu kühlen wir den Raum immer wieder auf 20 Grad runter und lassen dann die einzelnen Geräte laufen. Wie schnell schaffen sie es, die Raumtemperatur auf 25 Grad Celsius zu erhöhen? Zudem schauen wir uns an, wie gut sich die warme Luft im Raum verteilt und welche Zusatzfunktionen die Testgeräte haben.

Diese Produkte testen wir

Der Testsieger: Dreo Heizlüfter

Der Heizlüfter ist etwa 15,3H x 25B x 15,3T groß und wiegt 1,7 Kilogramm. Er hat einen Griff, was den Transport erleichtert, und ist mit mehreren Heizstufen und -modi ausgestattet. Außerdem verfügt er über praktische Extras wie einen Timer oder eine Kindersicherung.

Im Gegensatz zum günstigen Modell, das nur einen Heizdraht hat, der schneller verschleißt, hat der Dreo - genauso wie die anderen beiden Geräte in unserem Produkt-Check - ein Keramik-Heizelement. Das ist stabiler, leitet die Wärme gleichmäßiger und heizt schneller auf. Dadurch braucht ein solcher Lüfter keinen großen Ventilator mehr, der die Wärme verteilt. Der große Vorteil davon: Er ist recht leise, im Schnitt 53 Dezibel auf der höchsten Stufe. Das ist so viel wie ein leiser Kühlschrank im Nebenraum. Das Gerät ist insgesamt das leiseste in unserem Test.

Für den Temperaturanstieg braucht das Gerät von Dreo zehn Minuten länger als das von Emerio. In 55 Minuten steigt die Raumtemperatur von 20 auf 25 Grad Celsius, die warme Luft verteilt sich im ganzen Raum.

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Emerio FH-106737.2

Der Heizlüfter von Emerio ist mit knapp 20 Euro der günstigste in unserem Test. Er hat einen praktischen Tragegriff, ist mit etwa 900 Gramm Gewicht sehr leicht und mit einer Größe von 26H x 21B x 12T recht klein. Dadurch ist der Heizlüfter sehr portabel. Er hat keine Fernbedienung, lässt sich nur am Gerät selbst über einen Drehschalter steuern. Damit kann man zwei Heizstufen wählen (1.000 Watt / 2.000 Watt Leistung).

Im Gegensatz zu den anderen Keramik-Lüftern hat dieser einen Heizdraht und Ventilator. Der Heizdraht erwärmt sich je nach Leistungsstufe, parallel verteilt der Propeller der Ventilatorfunktion die warme Luft. Das Gerät hat einen sogenannten Kippschalter. Fällt der Heizlüfter um, löst der Schalter einen Kontakt und das Gerät wird automatisch ausgeschaltet. Einen solchen Kippschalter haben alle unserer vier Geräte und bei allen funktioniert er während des Tests. Dennoch rät der Experte, das Gerät immer freistehen zu lassen und keine Tücher oder Decken davor zu hängen. Außerdem sollte man immer Abstand zu Wänden lassen und das Gerät auf einen festen Untergrund stellen. Und, ganz wichtig, das Gerät nie ohne Aufsicht laufen lassen.

Der Emerio-Heizlüfter ist mit 58 Dezibel recht laut, in etwa so laut wie ein Föhn auf niedriger Stufe. Innerhalb von 45 Minuten erhöht das Gerät die Raumtemperatur um fünf Grad Celsius und verteilt die warme Luft bis unter die Decke.

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Brandson Heizlüfter

Das Gerät von Brandson ist das größte in unserem Test. Es ist 42H x 18B x 14T Zentimeter groß und wiegt etwa 2,3 Kilogramm. Dadurch steht es grundsätzlich recht stabil. Es gibt einen Tragegriff, der es ermöglicht, das Gerät einfach umzustellen. Auch hier gibt es einen Kippschalter und einen Überhitzungsschutz, der dafür sorgt, dass das Gerät im Falle einer zu hohen Temperatur automatisch abschaltet. Es gibt einen Timer, mit dem man den Heizlüfter individuell zwischen null und acht Stunden einstellen kann. Mit einer zuschaltbaren Oszillationsfunktion, das heißt, das Gerät dreht sich von links nach rechts. So verteilt der Keramik-Heizlüfter die Wärme gleichmäßig im Raum.

In unserem Test messen wir bei dem Gerät 55 Dezibel. Es braucht eine Stunde, um die Raumtemperatur auf 25 Grad zu erhöhen - damit braucht der Brandson Heizlüfter von allen Geräten in unserem Test am längsten.

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Lebenlang Keramik Heizlüfter

Der Heizlüfter von Lebenlang ist der teuerste in unserem Test. Er lässt sich ebenso mit Fernbedienung steuern und zusätzlich - als einziges Gerät im Test - per App. Damit lässt sich beispielsweise ein Timer zwischen null und neun Stunden einstellen, das Gerät schaltet sich nach Ablauf automatisch ab. Zudem gibt es eine Wochenplanung, damit kann man den Timer für einen beliebigen Tag einstellen und den Raum somit vorheizen lassen. Der Experte rät allerdings auch hier, das Gerät nie allein laufen zu lassen, sondern zur Sicherheit immer in der Nähe zu bleiben.

Der Heizlüfter von Lebenlang ist 25,5H x 17B x 17T Zentimeter groß und wiegt 1,6 Kilogramm, es gibt einen Tragegriff. Die 75-Grad-Oszillationsfunktion sorgt für eine optimale Wärmeverteilung im gesamten Raum. Das Gerät hat einen Überhitzungsschutz und einen Kippschalter.

Der Lebenlang Keramik Heizlüfter ist 58 Dezibel laut und braucht, wie der von Dreo, 55 Minuten, um die Raumtemperatur um fünf Grad zu erhöhen. Der drehbare Turm hat als einziges Gerät in unserem Test Probleme, die warme Luft bis unter die Decke zu pusten.

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Fazit

Der Heizlüfter von Dreo für knapp 55 Euro ist der Favorit unserer Testerinnen. Er ist der leiseste in unserem Test, verbraucht am wenigsten Strom und hat in unserer Stichprobe fast genauso schnell wie die anderen für angenehme Wärme gesorgt.

Insgesamt sind die Heizlüfter kein Heizungsersatz, betont Experte Lacher. Sie sind eher dazu da, den Nahbereich um die Person zu erwärmen. Um den ganzen Raum zu erwärmen, sollte man weiterhin die zentrale Heizung nutzen, die auch in Sachen Stromverbrauch deutlich günstiger ist.

*Die Testredaktion rund um den "ntv Produkt-Check" ist unabhängig, erwirbt alle Produkte auf eigene Kosten, führt Tests durch und bewertet nach objektiven Kriterien. Wenn Sie ein Produkt über einen Link kaufen sollten, erhalten wir eine Provision. Der Preis ändert sich dadurch nicht.

Quelle: ntv.de

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