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Baden-WürttembergAchtjähriges Mädchen getötet - Vater erneut vor Gericht

01.07.2026, 04:03 Uhr
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(Foto: Magdalena Henkel/dpa)

Nach dem gewaltsamen Tod eines achtjährigen Mädchens in Bollschweil beginnt der zweite Prozess gegen den Vater. Zwei Gutachter kamen zu unterschiedlichen Einschätzungen zur Schuldfähigkeit des Mannes.

Freiburg (dpa/lsw) - Weil er seine achtjährige Tochter in Bollschweil getötet haben soll, steht ein 58-Jähriger ab Mittwoch (10.00 Uhr) erneut vor dem Landgericht Freiburg. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, das Mädchen vergangenen Oktober im Haus seiner Ex-Frau mit stumpfer Gewalt bewusstlos geschlagen und schließlich mit einem Messer getötet zu haben.

Das Verfahren startete bereits ein erstes Mal im April als Sicherungsverfahren, da ein vorläufiges psychiatrisches Gutachten ergab, dass der 58-jährige Deutsche während der Tat schuldunfähig gewesen sein soll. In einem Sicherungsverfahren geht es um die Unterbringung eines Angeklagten in einer psychiatrischen Klinik.

Ein zweiter Gutachter kam jedoch zu dem Schluss, dass der Angeklagte nicht in seiner Schuldfähigkeit eingeschränkt gewesen sein soll. In dem neuen Strafverfahren kann es sowohl zu einer Unterbringung in einer forensischen Klinik als auch zu einer Haftstrafe kommen.

Angeklagter schwieg zuvor zu Vorwürfen

Im ersten Verfahren schwieg der 58-Jährige zu den Vorwürfen. Vor rund einem Dreivierteljahr soll er ins Haus seiner Ex-Frau in Bollschweil (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) eingedrungen sein und sich darin mit der gemeinsamen Tochter verbarrikadiert haben, bevor er sie mutmaßlich tötete. Bevor er zum Haus kam, habe er gefordert, die Tochter zu sehen - was die Mutter wegen eines anstehenden Ausflugs abgelehnt habe.

Dem ersten psychiatrischen Gutachten zufolge leidet der Angeklagte unter anderem an Wahnvorstellungen und einer paranoiden Schizophrenie. Laut eigener Aussage hat er zudem in hohem Maße Cannabis konsumiert. Auch nach der Tat sei THC in seinem Blut nachgewiesen worden.

Insgesamt sind bislang sieben Verhandlungstage angesetzt. Ein Urteil wird Mitte August erwartet.

Quelle: dpa

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