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Baden-WürttembergFilmte heimlich Frauen: Plakate zeigen Ex-Uni-Mitarbeiter

31.03.2026, 14:39 Uhr
Der-Mann-wurde-Anfang-Maerz-zu-einer-Bewaehrungsstrafe-verurteilt

Ein Ex-Mitarbeiter der Universität Freiburg filmte Frauen heimlich in intimen Situationen. Anfang März wurde der Mann verurteilt - nun tauchten Plakate mit Namen und Foto von ihm auf.

Freiburg (dpa/lsw) - Der Fall um einen ehemaligen Mitarbeiter der Universität Freiburg, der heimlich Frauen gefilmt hat, schlägt weiter hohe Wellen. Vergangene Woche tauchten Plakate in Freiburg auf, die unter anderem Foto, Alter und den Namen des Mannes zeigten, wie ein Polizeisprecher bestätigte. Zuvor hatte die "Badische Zeitung" berichtet.

Die Plakate seien der Polizei am Freitag gemeldet worden. Sie wurden dem Sprecher zufolge daraufhin von Beamten geprüft und entfernt. Bisher habe der Betroffene in der Sache keinen Strafantrag gestellt. Die Polizei ermittelt nach eigenen Angaben nun, ob eine Straftat vorliegt. Wer hinter den Plakaten steckt, war zunächst unklar.

Staatsanwaltschaft legte nach Urteil Berufung ein

Der Mann hat über einige Jahre unbemerkt Aufnahmen von Frauen in intimen Situationen gemacht - nach Angaben der Staatsanwaltschaft etwa in einer von ihm privat an die Frauen vermieteten Wohngemeinschaft sowie auf einer Tagung, bei der damalige Kolleginnen des Mannes von ihm gefilmt wurden. Nach Worten der Universität geschahen solche Taten aber auch in Sanitärräumen der Hochschule sowie in Beratungssituationen. Letzteres habe die Uni jedoch erst im Zuge der Gerichtsverhandlung gegen den Mann erfahren.

Für die Taten war der Mann Anfang März vom Amtsgericht Freiburg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden - die Staatsanwaltschaft Freiburg legte Berufung ein. Sie hatte zweieinhalb Jahre Haft gefordert. Im Anschluss an das Urteil kam es zu mehreren Demonstrationen.

Seitdem der Fall an die Öffentlichkeit gelang, meldeten sich laut Polizei zahlreiche Frauen, die vermuten, dass sie betroffen sein könnten oder die wissen wollen, ob sie auf den Aufnahmen zu sehen sind. Diese Meldungen würden alle geprüft, der Fall sei daher in seiner Dimension äußerst komplex.

Quelle: dpa

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