Regionalnachrichten

Baden-WürttembergEx-Freundin erschossen - Verdächtiger besaß Waffen illegal

07.07.2026, 14:46 Uhr
Die-Polizei-ermittelt-wegen-eines-Toetungsdelikts
(Foto: Philipp von Ditfurth/dpa)

Ein 33-Jähriger soll in Offenburg seine Ex-Freundin und dann sich selbst erschossen haben. Die Ermittler geben am Tag danach weitere Details zur Tatwaffe bekannt.

Offenburg (dpa/lsw) - Nach der Bluttat in einem Wohngebiet in Offenburg stellt sich heraus, dass der Tatverdächtige die mutmaßliche Tatwaffe illegal besessen haben soll. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, war der 33-Jährige nach aktuellem Ermittlungsstand weder im Besitz eines Waffenscheins noch einer Waffenbesitzkarte. In der Nähe des Tatorts sowie im Auto des Tatverdächtigen hätten Beamte jeweils eine Schusswaffe sichergestellt - woher er die beiden Waffen hatte, müsse weiterhin ermittelt werden.

Am Montagmorgen soll der 33-Jährige mit türkischer Staatsangehörigkeit in dem Wohngebiet mehrfach auf seine 36 Jahre alte Ex-Freundin geschossen haben. Die Ukrainerin starb trotz Reanimation durch Einsatzkräfte wenig später im Krankenhaus. Eines der Projektile habe als Querschläger zudem eine Scheibe eines in der Straße geparkten Autos durchschlagen. Nach den Schüssen auf die Frau habe sich der 33-Jährige dann selbst erschossen.

Tatverdächtiger war polizeibekannt

Laut Polizei und Staatsanwaltschaft hatten die beiden Toten eine Beziehung miteinander, die aber vor mehreren Monaten endete. Danach soll es unter anderem zu gegenseitigen Anzeigen wegen Beleidigung, übler Nachrede und Stalking gekommen sein. Der Mann war der Polizei deshalb bekannt - ohne jedoch vorbestraft zu sein.

Warum der Tatverdächtige sich mutmaßlich dazu entschlossen hat, seine Ex-Freundin zu töten, ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen. Anfang nächster Woche sollen der Mann und die Frau obduziert werden, um genauere Erkenntnisse zum Tathergang zutage zu bringen.

Quelle: dpa

Regionales