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Baden-Württemberg Fall Hornung: CDU-Fraktion sieht keinen Handlungsbedarf

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Mannheim (dpa/lsw) - Die CDU-Fraktion im Mannheimer Gemeinderat sieht wegen des Eklats beim CDU-Kreisparteitag im Oktober keinen Handlungsbedarf gegen ihr Mitglied Thomas Hornung. Dieser sei seit drei Monaten krank gemeldet und nicht erreichbar, sagte Fraktionsgeschäftsführer Matthias Sandel der Deutschen Presse-Agentur. Hornung hat sich nicht - wie von seiner Fraktion in einem offenen Brief gefordert - beim SWR und seiner Mitarbeiterin für die Störung einer Live-Schalte entschuldigt. Dies bestätigte der SWR.

Hornung hatte bei dem Parteitreffen Ende Oktober ein Interview der SWR-Redakteurin mit einem parteiinternen Kritiker unterbrochen und schließlich den Abbruch bewirkt. In der Übertragung ging es um die Debatte zur Verstrickung der Kreis-CDU in die Geschäfte des wegen der Maskenaffäre zurückgetretenen Mannheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Nikolas Löbel. Hornung galt als Vertrauter Löbels.

Die CDU Fraktion hatte erklärt, sie bedaure, dass eine Journalistin in ihrer Arbeit behindert worden sei. Die Fraktionskollegen mahnten, "dass für uns die freie Arbeit der Presse ein besonders hohes Gut ist, weshalb wir den Vorgang auch klar missbilligen."

Sandel betonte, Hornung habe an dem Parteitreffen als CDU-Mitglied, nicht als Fraktionsmitglied teilgenommen. Er müsse noch die Gelegenheit bekommen, seine Sicht er Dinge zu schildern.

© dpa-infocom, dpa:211116-99-14099/2

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