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Baden-WürttembergHantavirus-Passagier im Landkreis Heilbronn in Quarantäne

13.05.2026, 17:01 Uhr
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Ein Passagier aus dem Landkreis Heilbronn bleibt nach dem Hantavirus-Ausbruch symptomfrei in Quarantäne. Das Gesundheitsamt überwacht den Zustand eng.

Heilbronn (dpa/lsw) - Nach dem Hantavirus-Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" ist ein symptomfreier Passagier seit Montag im Landkreis Heilbronn in Quarantäne. Das teilte das Landratsamt mit. Die Person zeige bislang keine Symptome. Der Gesundheitszustand werde während der häuslichen Absonderung regelmäßig überwacht.

In Deutschland empfiehlt das Robert Koch-Institut (RKI) sechs Wochen Quarantäne für Kontaktpersonen ohne Symptome. Denn zwischen der Ansteckung und einem möglichen Ausbruch der Krankheit können bei diesem Erreger bis zu 45 Tage vergehen. Kontaktpersonen sind Menschen, die mit einem nachweislich Infizierten Kontakt hatten. Für flüchtige Alltagskontakte gibt es bislang aber keinen Hinweis auf eine relevante Übertragungsgefahr.

Menschen aus vier Bundesländern betroffen

Zur Identität des Betroffenen aus dem Landkreis Heilbronn machte das Landratsamt keine Angaben, um die Persönlichkeitsrechte zu schützen. Die Person war als Teil eines Sonderisolierungstransports mit drei weiteren deutschen Passagieren am späten Sonntagabend aus dem niederländischen Eindhoven nach Deutschland gebracht worden.

Die Quarantäne wurde vom zuständigen Gesundheitsamt im Regierungsbezirk Stuttgart angeordnet und wird eng begleitet. Der Zustand der betroffenen Person werde während der Zeit regelmäßig überwacht - dazu gehöre ein sogenanntes Symptomtagebuch. Bei Krankheitszeichen würden sofort weitere medizinische Schritte eingeleitet.

Die getroffenen Maßnahmen beziehen sich auf das Andesvirus. Dabei handelt es sich um einen bestimmten Hantavirus-Typ, bei dem eine Übertragung von Mensch zu Mensch selten ist. Sie wurde vor allem bei engem und längerem Kontakt mit Erkrankten beschrieben. Deshalb werden Kontaktpersonen vorsorglich eng begleitet. Diese Maßnahmen sollen mögliche Risiken früh erkennen und begrenzen. Für die Bevölkerung besteht nach aktueller Bewertung kein Anlass zu besonderen Maßnahmen.

Quelle: dpa

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