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Mecklenburg-VorpommernAufregung um Post-Dienstleistungen in Schwerins Stadtzentrum

13.05.2026, 16:50 Uhr
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Der Marienplatz ist das Geschäftszentrum der Landeshauptstadt. In Kürze sollen dort keine Post-Dienstleistungen mehr angeboten werden. Das sorgt für Kritik.

Schwerin (dpa/mv) - Am Schweriner Marienplatz als dem Geschäftszentrum der Landeshauptstadt werden künftig keine Post-Dienstleistungen mehr angeboten. Die dortige Postbank-Filiale werde ab dem 9. Juni in das Format einer reinen Beratungsfiliale wechseln, teilte die DHL-Gruppe auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Hamburg mit.

Alternativen für Dienstleistungen der Post - vom Briefmarkenkauf bis zur Paketannahme - seien dann in der Nähe die Partnerfilialen in der Lübecker Straße oder in der Mecklenburgstraße.

Stadtspitze verärgert

In der Stadtverwaltung sorgt der Schritt für Verärgerung. Vize-Oberbürgermeister Bernd Nottebaum forderte die Post in einer Mitteilung zufolge in einem Schreiben auf, ihre Entscheidung noch einmal zu überdenken. Die Post gehöre zur öffentlichen Daseinsvorsorge. Diese Schließung bedeute weit mehr als das bloße Einstellen von Leistungen. "Hier wird die Grundversorgung durch den Universaldienstleister abgewickelt und auf private Partner übertragen", kritisiert Nottebaum den Angaben zufolge. Die Partnerfiliale in der Lübecker Straße sei ein "Späti".

Die DHL-Gruppe verwies darauf, dass der gesetzliche Auftrag, die flächendeckende Postversorgung sicherzustellen, mit hoher Verlässlichkeit erfüllt werde. "Die gesetzlich geforderte Zahl von bundesweit 12.000 Filialen übertreffen wir mit 12.400 Filialen und über 140 Poststationen, die als Filialersatz anerkannt sind, deutlich", erklärte ein Sprecher. Vorübergehende Lücken entstünden fast ausschließlich dort, wo kein Einzelhandel mehr existiere. Dies sei ein strukturelles Problem vieler ländlicher Regionen, das weiter zunehme.

Quelle: dpa

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