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Baden-WürttembergHinweise auf Flaschen-Aktion – Scarlett bleibt verschwunden

23.01.2026, 11:27 Uhr
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Eine Suchaktion in mehr als 30.000 Märkten hat neue Hoffnung geweckt: Das Foto der seit fünf Jahren vermissten Scarlett S. erreichte viele Menschen. Hinweise gab es – einen Durchbruch bislang nicht.

Bonn/Löffingen (dpa/lsw) - Die ungewöhnliche Suchaktion nach der seit fünf Jahren vermissten Scarlett S. hat zu einigen Hinweisen, aber bisher nicht zu ihrem Auffinden geführt. "Leider war bisher nichts Handfestes dabei", heißt es von der Familie auf Facebook. Aufgrund der unzähligen Smoothie-Flaschen in über 30.000 Märkten in Deutschland, Österreich und der Schweiz seien aber einige Hinweise eingegangen. Die "Südwest Presse" hatte zuerst berichtet.

Die Reichweite durch die Aktion sei enorm gewesen und habe gezeigt, dass es nach wie vor Menschen gebe, die noch nie von Scarlett gehört hätten. "Die ausgelobte Belohnung von 100.000 Euro bleibt bestehen und wir appellieren auch im Namen der Familie eindringlich an jeden, der etwas über den Verbleib von Scarlett weiß, sich zu melden", teilte das Team "BittefindetScarlett" der dpa mit. Das Team wurde aus Freiwilligen gebildet, die sich gemeinsam mit Scarletts Familie für die Suche einsetzen.

Die Familie gibt die Hoffnung auch im neuen Jahr nicht auf. Sie seien sich sicher, dass es zukünftig wieder Ideen geben werde, die neue Türen öffnen könnten – um endlich Gewissheit über den Verbleib von Scarlett zu bekommen. Vier Wochen lang wurden die Bilder von Scarlett Salice aus dem ostwestfälischen Bad Lippspringe und auch von Hilal Ercan aus Hamburg im vergangenen Jahr auf den Flaschen abgedruckt.

Scarlett Salice war im September 2020 von einer Wanderung im Südschwarzwald nicht zurückgekehrt. Die damals zehnjährige Hilal Ercan verschwand 1999 in einem Einkaufszentrum in Hamburg. Auch die Polizei hat mit großen Aktionen nach den beiden Frauen gesucht.

Quelle: dpa

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