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Baden-WürttembergÖzdemir: Waren schon immer ein bisschen anders als anderswo

21.02.2026, 11:31 Uhr
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Auf seinen Wahlkampfplakaten fehlt der Parteiname. Und das Erkennungssymbol der Grünen sticht auch nicht gerade ins Auge. Der Spitzenkandidat für die Landtagswahl erklärt sich.

Ravensburg (dpa/lsw) - Grünen-Spitzenkandidat Cem Özdemir hat seine Wahlkampagne gegen Kritik verteidigt. Dass der Parteiname nicht auf seinen Wahlplakaten steht und das Sonnenblumen-Symbol nur sehr klein zu sehen ist, sei kein Hinweis darauf, dass die Grünen ihm manchmal unangenehm seien.

Auf eine Frage der "Schwäbischen Zeitung" (Samstag) dazu antwortete der 60-Jährige: "Ich bin seit meinem 15. Lebensjahr Grüner und stolz auf das, was die Grünen in Baden-Württemberg erreicht haben." Er mache eine Politik, bei der es um die besten Ideen gehe, nicht ums Parteibuch, bekräftigte er.

"Unser Kurs im Land war immer pragmatisch"

Auf die Frage, ob er die Berliner Grünen auf Abstand halte, sagte der ehemalige Bundesagrarminister: "Die stehen hier auch nicht zur Wahl!" Hier stünden bei der Landtagswahl am 8. März die Grünen von Winfried Kretschmann, die Grünen von Cem Özdemir, die baden-württembergischen Grünen zur Wahl. "Und wir waren schon immer ein bisschen anders als anderswo."

Die Grünen in Baden-Württemberg hätten die gesamte Gesellschaft im Blick. "Als führende Kraft im Land sind wir für alle zuständig, nicht nur für einzelne Segmente der Gesellschaft", sagte Özdemir. "Unser Kurs im Land war immer pragmatisch und an der Mitte der Gesellschaft orientiert."

Quelle: dpa

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