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Baden-Württemberg Rülke spottet über Eisenmanns mangelnde Beliebtheit

Der baden-württembergische FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke spricht in Stuttgart. Foto: Christoph Schmidt/dpa/Archivbild

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Mannheim (dpa/lsw) - Knapp drei Wochen vor der Landtagswahl hat sich FDP-Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke über die mangelnde Beliebtheit von CDU-Spitzenkandidatin und Kultusministerin Susanne Eisenmann lustig gemacht. In einem Interview mit dem "Mannheimer Morgen" (Dienstag) sagte Rülke über Ministerpräsident Winfried Kretschmann und die CDU-Rivalin: "Wenn die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung Kretschmann als Ministerpräsidenten behalten will und es am Ende in Baden-Württemberg mehr Einhörner gibt als Leute, die Frau Eisenmann als Ministerpräsidentin haben wollen, kann das der FDP nicht gleichgültig sein."

Rülke bezog sich damit auf die jüngste Umfrage von infratest dimap im Auftrag von SWR und "Stuttgarter Zeitung", wonach Kretschmann weiter der Wunschkandidat der Baden-Württemberger für das Amt des Ministerpräsidenten ist. Fast zwei Drittel (65 Prozent) favorisieren ihn, nur 16 Prozent ziehen Eisenmann vor.

Die Liberalen galten lange Zeit als traditioneller Partner der Union. Doch nach zehn Jahren in der Opposition schließt die FDP nun auch ein Zusammengehen mit den Grünen nicht aus. In dem Interview bekräftigte der FDP-Spitzenkandidat, es gebe mehr Anknüpfungspunkte zur CDU als zu der Ökopartei. "Deshalb sollten wir schauen, ob eine Deutschlandkoalition möglich ist." Allerdings hat die SPD schon signalisiert, dass ihre Basis eine Koalition mit CDU und FDP voraussichtlich ablehnen würde.

Die Landes-FDP lag in Wahlumfragen zuletzt bei neun Prozent. Der neue Landtag wird am 14. März gewählt.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-553524/3

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