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Baden-WürttembergStars, Preisgeld, TV: Wissenswertes zum Tennis in Stuttgart

10.04.2026, 06:12 Uhr
Coco-Gauff-zaehlt-zu-den-Topstars-in-Stuttgart

Die Nummer eins der Tennis-Welt fehlt kurzfristig - und dennoch bietet das Stuttgarter Sandplatzturnier einmal mehr Spitzenklasse. Ein Überblick.

Stuttgart (dpa/lsw) - Der rote Sand ist wieder hergerichtet, in Stuttgart misst sich einmal mehr die Weltelite des Frauen-Tennis. Das Sandplatz-Turnier der Tennisspielerinnen in der Porsche Arena geht am Montag los - und hat seinen sportlichen Höhepunkt mit dem Endspiel am Sonntag in einer Woche.

Wer sind die Top-Favoritinnen?

Es wäre keine Überraschung, wenn die Australian-Open-Siegerin und Weltranglisten-Zweite Jelena Rybakina triumphieren würde. Die Kasachin, die vor zwei Jahren in Stuttgart den Titel feierte, geht als Top-Favoritin an den Start. Auch die Nummer drei und vier der Tennis-Welt sind gemeldet und dürften mit zu ihren stärksten Konkurrentinnen zählen: die US-Amerikanerin Coco Gauff und die Polin Iga Swiatek.

Wie in jedem Jahr ist das Turnier außergewöhnlich hochkarätig besetzt. Häufig gibt es aber kurzfristig die ein oder andere Absage. Diesmal trifft eine Absage die Veranstalter besonders: Die Weltranglistenerste Aryna Sabalenka zog ihre Teilnahme nach Angaben der Organisatoren kurzfristig verletzungsbedingt zurück - und muss damit weiter auf ihren Premierentitel in Stuttgart warten.

Bei ihren fünf Teilnahmen stand sie viermal im Endspiel, gewann aber nie. Im vergangenen Jahr musste sich die Belarussin überraschend der Lettin Jelena Ostapenko geschlagen geben. Die Titelverteidigerin darf auch diesmal mit ihrer Power nicht unterschätzt werden.

Und die deutschen Tennisspielerinnen?

2015, 2016 und 2017 gab es mit den beiden Erfolgen von Angelique Kerber und dem Coup von Lokalmatadorin Laura Siegemund drei Heimsiege nacheinander. Doch die Zeiten sind vorbei. Nur dank Wildcards hat ein Quartett ohne Qualifikation den Startplatz sicher: Siegemund (38), Eva Lys (24), Ella Seidel (21) und Noma Noha Akugue (22) sollen für Stimmung in der Halle sorgen.

Allesamt sind angesichts der Klasse im Feld klare Außenseiterinnen. Seidel und Akugue sind direkt vor dem Turnier beim Billie Jean King Cup im portugiesischen Oeiras aktiv. Lys hatte dafür wegen ihrer Knieprobleme abgesagt.

Was steht auf dem Spiel?

Das gesamte Preisgeld des Turniers beträgt gut eine Million Euro. Wer am Sonntag im Endspiel siegt, verdient 161.310 Euro - und erhält dazu einen Sportwagen. Im Vergleich: Beim parallel ausgetragenen Münchner Männer-Event erhält der Sieger fast das dreifache Preisgeld (478.935 Euro) und ebenfalls ein Auto.

Neben dem Preisgeld und den Punkten für die Weltrangliste haben die Spielerinnen die Vorbereitung auf die French Open im Blick. Ab Ende Mai wird in Paris der zweite Grand-Slam-Titel der Saison vergeben.

Wo kann ich mir die Matches anschauen?

Eurosport und Sky übertragen. Die Eurosport-Übertragung beginnt mit einem Match am Montagabend. Ab Dienstag stehen jeweils zwei späte Spiele ab 17.00 Uhr, am Samstag und Sonntag die Halbfinals und das Finale auf dem Programm. Im Stream ist das Angebot umfassender. Beim Pay-TV-Sender Sky werden alle Center-Court-Matches und im Stream sogar alle Matches gezeigt.

Quelle: dpa

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