Baden-WürttembergWintereinbruch legt Verkehr lahm: Wo es besonders heftig war

Stundenlange Staus, liegen gebliebene Lkw und Dutzende Unfälle: Wie Schnee und Glatteis Autofahrer zwischen Stuttgart und Ulm ausbremsten.
Stuttgart (dpa/lsw) - Ein massiver Wintereinbruch mit bis zu 25 Zentimetern Neuschnee und Glatteis hat in der Nacht in vielen Regionen Baden-Württembergs für gefährliche Straßenverhältnisse gesorgt. Besonders betroffen war das Gebiet zwischen Stuttgart und Ulm. Zahlreiche liegen gebliebene Lastwagen blockierten Autobahnen, es kam zu stundenlangen Staus und Sperrungen. Mehrere Menschen wurden leicht verletzt, der Sachschaden geht in die Hunderttausende Euro.
Dutzende Unfälle in der Ulmer Region
Im Bereich des Polizeipräsidiums Ulm zählten die Einsatzkräfte bis zum Morgen mehr als 50 Unfälle. "Unfälle über Unfälle", sagte ein Sprecher. Der Schaden summiert sich dort auf einen mittleren sechsstelligen Betrag. Auch im Zuständigkeitsbereich des Präsidiums Reutlingen kam es zu mehr als 100 Unfällen mit meist geringem Sachschaden, ein Kind wurde leicht verletzt.
Schneeglätte und querstehende Lastwagen sorgten auch in den Regionen Heilbronn und Ludwigsburg für zahlreiche Einsätze. In Heilbronn registrierte die Polizei mehr als 70 Unfälle, zwei Menschen wurden verletzt. Am Weinsberger Kreuz war die Fahrbahn zeitweise komplett blockiert.
Dauereinsätze auch in Stuttgart
Bereits am Sonntagabend wurden auf der Autobahn 8 am Nordrand der Schwäbischen Alb nahe Aichelberg mehrere Fahrzeuge abgeschleppt. Streufahrzeuge und das Technische Hilfswerk waren im Einsatz. Im Raum Göppingen und im nördlichen Alb-Donau-Kreis waren die Einsatzkräfte ebenfalls bis in den frühen Morgen im Schneetreiben unterwegs.
Im Gebiet des Polizeipräsidiums Stuttgart blieb die Lage zwar vergleichsweise ruhig, dennoch nahm die Polizei rund 70 Einsätze infolge von Glätte auf. "Die Situation hat sich über Nacht deutlich entspannt", sagte eine Sprecherin.
Leichtverletzte und Blechschaden
Das Polizeipräsidium Aalen nahm 65 wetterbedingte Unfälle mit drei Leichtverletzten und einem Schaden von rund 450.000 Euro auf. Unter anderem krachte es im Rems-Murr-Kreis 44 Mal, in der Ostalb 15 Mal – jeweils mit mehreren Leichtverletzten. Im Landkreis Schwäbisch Hall kam es zu sechs Unfällen, verletzt wurde dort niemand.