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Bayern Betrügen lohnt nicht mehr: Kaum noch gefälschte Impfpässe

Bei der Kriminalpolizeiinspektion liegen Impfpässe unter einer Lupe.

(Foto: Stefan Puchner/dpa/Symbolbild)

Wer weder geimpft noch genesen oder getestet war, durfte eine Zeit lang nicht einmal mehr Bus fahren. Auch für Konzerte, Geschäfte oder Spielhallen brauchte man einen Nachweis. Entsprechend boomte das Geschäft der Fälscher. Inzwischen ist ihnen die Grundlage entzogen.

München (dpa/lby) - Mit der massiven Lockerung der Corona-Maßnahmen ist auch die Zahl der entdeckten gefälschten Impfpässe und Genesenenausweise deutlich zurückgegangen. Im ersten Halbjahr 2022 registrierte das bayerische Landeskriminalamt rund 1850 Anzeigen von Urkunddelikten mit Bezug zur Corona-Impfthematik, wie eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. "Im Januar 2022 wurden noch Fallzahlen im hohen dreistelligen Bereich bekannt. Aktuell haben sich die Anzeigenvorgänge auf einen niedrigen dreistelligen Bereich reduziert", erläuterte ein Sprecher.

Seit Frühjahr 2021 hatten die Beamten insgesamt mehr als 5500 Mal gefälschte Aufkleber, Etiketten und Stempel in den Impfausweisen, gefälschte Zertifikate oder Genesenennachweise verzeichnet. "In der Gesamtschau ist seit Lockerung der Corona-Maßnahmen ein deutlicher Rückgang der Fallzahlen zu beobachten", resümierte der Sprecher nun.

Seit dem 23. August 2021 durften Erwachsene nach einem Beschluss von Bund und Ländern zahlreiche Orte des öffentlichen Lebens in aller Regel nur noch mit einem Impf- oder Genesenennachweis oder mit einem frischen negativen Testzertifikat besuchen. Die bundesweiten Maßnahmen liefen mit einer Übergangsfrist Anfang April 2022 aus. Auch in Bayern entfielen am 3. April die meisten Beschränkungen der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung. Seither gibt es keine Zugangsbeschränkungen mehr.

Quelle: dpa

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