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Bayern"Massensterben droht": So trifft die Hitze Moore und Quellen

26.06.2026, 15:00 Uhr
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Der Bund Naturschutz warnt: Die aktuelle Hitze lasse Moore und Quellen austrocknen. Für dort lebende Tiere habe das dramatische Folgen. Was die Experten jetzt fordern.

München (dpa/lby) - Durch die aktuelle Hitze trocknen in Bayern derzeit Moore, Quellen und Tümpel aus. Der Bund Naturschutz warnt deshalb mit deutlichen Worten: "Unsere Feuchtgebiete in Bayern sind in größter Not", teilte BN-Chef Martin Geilhufe mit. "Wo Moore austrocknen und Quellen und Tümpel versiegen, sterben ganze Lebensgemeinschaften. Amphibien, Wasserinsekten wie Libellen, Wasserkäfer und viele weitere Arten sind in akuter Gefahr - es droht ein Massensterben."

Weiher, Moore und Bäche führten derzeit sehr wenig Wasser. Pfützen seien meist längst ausgetrocknet. Wildtiere würden dadurch ihre Tränken verlieren, hieß es weiter.

Was jetzt aus BN-Sicht passieren muss

Der Bund Naturschutz forderte größere Anstrengungen, um Feuchtgebiete zu schützen und zu renaturieren. "Wir brauchen endlich einen konsequenten Wasserrückhalt in der Landschaft", sagte BN-ArtenschutzexpertinChristine Margraf. "Nach wie vor werden Feuchtgebiete großflächig entwässert und trocknen dadurch schnell aus. Wo dagegen Moore, Feuchtlandschaften und Flüsse renaturiert wurden oder der Biber mit seinen Dämmen Wasser zurückhält, ist der Wasserabfluss deutlich verlangsamt. Das brauchen wir auf deutlich größerer Fläche als bisher."

Die bisherigen Förderprogramme und rechtlichen Vorgaben seien nicht ausreichend und müssten verbessert werden. "Klar ist aber auch: Je schlimmer der Klimawandel, desto schwieriger wird die Renaturierung", warnte Geilhufe. "Wir brauchen daher unbedingt auch beschleunigten Klimaschutz und ein Ende der Nutzung fossiler Ressourcen."

Quelle: dpa

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