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BayernMehr Tote als Geburten: Differenz so hoch wie nie seit 1945

16.06.2026, 13:42 Uhr
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Im Freistaat kamen erneut weniger Kinder zur Welt als im Vorjahr. Zugleich blieb die Zahl der Sterbefälle stabil. Das kann auch der Zuzug nicht mehr ausgleichen - mit Folgen für die Gesamtbevölkerung.

Fürth (dpa/lby) - Fast 110.600 Kinder sind im vergangenen Jahr in Bayern lebend zur Welt gekommen, zugleich haben sich Angehörige und Freunde von knapp 144.100 Menschen verabschieden müssen. Die Differenz zwischen Geburten und Todesfällen war damit so hoch wie noch nie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges, wie das Statistische Landesamt in Fürth mitteilte.

Demnach wurden im vergangenen Jahr 53.672 Mädchen und 56.892 Jungen lebend geboren, das sind gut drei Prozent weniger als 2024. Damit setzte sich der seit 2022 anhaltende Rückgang fort; weniger Geburten als zuletzt gab es im Jahr 2013.

Die Zahl der Verstorbenen hingegen blieb auf Vorjahresniveau. In der Differenz starben bayernweit 33.505 Menschen mehr als Kinder geboren wurden. Dieser sogenannte Sterbefallüberschuss trifft Bayern bereits seit 2001 durchgängig. 2025 konnte auch der Zuzug aus dem restlichen Bundesgebiet sowie dem Ausland dies nicht kompensieren, so dass die Gesamtbevölkerung in Bayern um 3.425 Menschen abnahm.

Volle Kreißsäle: 403 Kinder kamen am 26. September auf die Welt

Der geburtenstärkste Tag war im vergangenen Jahr mit 403 Lebendgeborenen der 26. September, ein Freitag. Der September an sich war der Monat mit den zweitmeisten Geburten. Den ersten Platz erreichte der Juli, in dem pro Tag im Schnitt 333 Kinder lebend zur Welt kamen. Über das Jahr gesehen lag der Durchschnitt bei 303 Geburten pro Tag.

Steigende Geburtenzahlen gab es im Freistaat dabei nur in einigen Regionen. Am höchsten fiel der Zuwachs im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen und im niederbayerischen Landkreis Deggendorf mit 8,2 beziehungsweise 7,5 Prozent aus. Hingegen nahm die Geburtenzahl in 73 kreisfreien Städten und Landkreisen gegenüber dem Vorjahr ab - in neun davon um mehr als zehn Prozent.

Geburtenrückgang in allen Regierungsbezirken

Unter dem Strich steht somit in allen sieben Regierungsbezirken ein Minus bei den Geburtenzahlen. Den geringsten Rückgang hatte Oberbayern mit minus 2,3 Prozent, den höchsten Oberfranken mit minus 5,3 Prozent.

Bei den Todesfällen, die mit acht Verstorbenen mehr als im Jahr 2024 bayernweit auf gleichem Niveau lagen, verzeichneten hingegen Niederbayern, Oberbayern und Schwaben eine niedrigere Sterbefallzahl. Mit einer Abnahme um minus 2,7 Prozent fiel der Rückgang in Niederbayern am stärksten aus. Auf der Ebene der kreisfreien Städte und Landkreise wurde das stärkste Minus in Kempten (minus 16,5 Prozent), Straubing (minus 9,6 Prozent) sowie Regensburg in der Oberpfalz (minus 8,3 Prozent) registriert.

Quelle: dpa

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