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Bayern Prozess gegen Ex-Chef von Rockergruppe gestartet

Eine Statue der Justitia mit einer Waage und einem Schwert in ihren Händen. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild

(Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild)

Aschaffenburg (dpa/lby) - Er soll einem Mann gedroht haben, ihn abzustechen oder zu erschießen, wenn er nicht zahlen würde: Wegen Schutzgelderpressung muss sich der ehemalige Präsident einer Rocker-Vereinigung in Aschaffenburg vor Gericht verantworten. Zum Prozessauftakt am Donnerstag waren drei von sieben geladenen Zeugen unentschuldigt nicht erschienen, wie ein Sprecher des Landgerichts Aschaffenburg mitteilte.

In dem Verfahren sind zwei weitere Männer angeklagt, die mit dem Hauptangeklagten Geld von einem Mann erpresst haben sollen. Alle drei Männer sind wegen teils schwerer Gewaltdelikte polizeibekannt.

Die Öffentlichkeit war für die Anhörung des Hauptangeklagten auf Antrag des Anwalts ausgeschlossen worden. Der Verteidiger begründete den Antrag damit, dass der Inhalt einer Einlassung zu Repressionen für seinen Mandaten und seine Familie führen könnte.

Dem 31-Jährigen wird unter anderem räuberische Erpressung vorgeworfen. Der türkische Staatsangehörige habe im Jahr 2020 zwei Männer mit dem Tod bedroht, sollten diese ihm kein Geld zahlen. Einem der Männer drohte er auch, ihn zusammenzuschlagen und dessen Familie zu töten. Die Mitangeklagten müssen sich jeweils wegen versuchter räuberischer Erpressung und unerlaubten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln verantworten.

Vergangenen November hatten Spezialeinheiten der Polizei den Hauptangeklagten nach einer Geldübergabe festgenommen. Am selben Tag fasste ein Spezialeinsatzkommando aus Köln den damals 32-Jährigen und einen 43-jährigen Mitangeklagten in Frankfurt/Main. In den Wohnungen der Verdächtigen entdeckten die Beamten zwei Schreckschusswaffen, Drogen und rund 66.000 Euro Bargeld, das von anderen Straftaten stammen könnte.

© dpa-infocom, dpa:210729-99-605667/3

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