Regionalnachrichten

Bayern Tod von Rentnerin: Urteil gegen Mordangeklagten

Eine Figur der Justitia. Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild

(Foto: picture alliance/dpa/Symbolbild)

Ingolstadt (dpa/lby) – Nach der Gewalttat an einer 80 Jahre alten Rentnerin verkündet das Landgericht Ingolstadt heute das Urteil. Die Staatsanwaltschaft hat für den 28 Jahre alten Mann eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes verlangt. Zudem sollte die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden, was eine vorzeitige Haftentlassung des Angeklagten nach bereits 15 Jahren in der Praxis so gut wie unmöglich machen würde.

Die Verteidigung hat auf Freispruch plädiert. Sollte die Strafkammer den brasilianischen Angeklagten als schuldig ansehen, dürfe aber ein Schuldspruch höchstens wegen Totschlags erfolgen, meinte der Anwalt des Beschuldigten.

Der 28-Jährige hat in dem Verfahren bestritten, die Seniorin umgebracht zu haben. Laut der Anklageschrift hatte er die 80-Jährige im November 2019 in ihrem Haus ausgeraubt. Dabei sei er "mit schwerster stumpfer Gewalt auf den Kopf und Rumpf" des Opfers vorgegangen, habe sie gewürgt und ihr eine Plastiktüte über den Kopf gezogen. Die Seniorin sei daraufhin erstickt. Der 28-Jährige habe das Haus durchsucht und sei mit zwei Schmuckschatullen und zwei Koffern geflüchtet.

Wie Zeugen in dem Prozess berichteten, hatte nach zwei Tagen eine Haushaltshilfe den Rettungsdienst gerufen, weil die Angestellte die Rentnerin nicht in dem Haus angetroffen hat. Sanitäter fanden die Leiche des Opfers in einem Kellerraum mit gefesselten Händen in einer Blutlache liegend. Kurze Zeit später wurde der nun Angeklagte festgenommen.

Newsticker