BayernWarnstreik bremst Nahverkehr in Augsburg und Regensburg aus

Mit ganztägigen Warnstreiks will die Gewerkschaft Verdi Busse und Trams in Augsburg und Regensburg lahmlegen. Die Verkehrsunternehmen erwarten großflächige Ausfälle. Am Freitag geht es weiter.
Augsburg/Regensburg (dpa/lby) - Der Nahverkehr in Augsburg und Regensburg ist wegen eines Warnstreiks am Morgen weitgehend zum Erliegen gekommen. In beiden Städten gab es aufgrund des Aufrufs der Gewerkschaft Verdi massive Einschränkungen im ÖPNV.
Von den rund 140 Bussen und Straßenbahnen, die in Augsburg morgens normalerweise starten, seien nur zwei Straßenbahnen und fünf Busse gefahren, teilten die Stadtwerke (SWA) mit. Diese Linien seien zum Teil an private Busunternehmen vergeben, die nicht bestreikt würden.
In Regensburg, wo nicht nur am Donnerstag, sondern auch am Freitag gestreikt wird, gab es einem Sprecher der Stadtwerke zufolge erhebliche Ausfälle. Betroffen seien auch Schulbus-, die Campus- sowie Express-Buslinien, hieß es. Einzelne Stadtbusse, die von privaten Busunternehmen betrieben werden, sind unterwegs. Regionalbusse sind nicht betroffen.
Ringen um Gehaltsplus
Verdi will für die rund 9.000 Branchenbeschäftigten in Bayern unter anderem rund 670 Euro mehr pro Monat sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Der Kommunale Arbeitgeberverband kritisierte die Arbeitsniederlegungen: Die Forderungen der Gewerkschaft seien nicht erfüllbar.
"Daran können auch die derzeitigen Streiks nichts ändern. Sie belasten daher die Bevölkerung zu Unrecht", teilte der Verband mit. Zudem würden die Kostensteigerungen durch höhere Löhne "zwangsläufig zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots führen".
Die nächsten Warnstreiks stehen bereits am Freitag an. Neben Regensburg werden dann auch Passau und Landshut betroffen sein.