Berlin & BrandenburgAlba Berlin verliert nach Krimi Pokalfinale gegen Bamberg

Lange Zeit sah es für Alba im Finale gegen Bamberg nach dem zwölften Pokalsieg aus. Doch im letzten Viertel geben die favorisierten Berliner den möglichen Erfolg doch noch aus der Hand.
Berlin (dpa/bb) - Alba Berlin hat den zwölften Pokalsieg seiner Geschichte verpasst. Die Berliner verloren am Sonntag das Finale im Top Four der Basketball-Bundesliga gegen die Bamberg Baskets mit 72:74 (37:36). Dabei hatte der Rekordpokalsieger fast die gesamte Partie geführt, es erst in den letzten Sekunden aus der Hand gegeben. Beste Berliner Schützen in München waren Malte Delow mit 17 und Justin Bean mit elf Punkten.
Beim Hauptstadt-Club kehrte mit Bennet Hundt ein weiterer Point Guard zurück in den Kader. Die Berliner erwischten auch den besseren Start und übernahmen gleich die Führung. Sie agierten sehr konzentriert und konnten zunächst Bambergs gefürchtete Dreier-Schützen kontrollieren. Und selbst kamen sie immer wieder zu erfolgreichen Abschlüssen nach Vorteilen beim Rebounding.
Entscheidung erst in den letzten Sekunden
Zu Beginn des zweiten Viertels war der Vorsprung auf neun Punkte angewachsen (26:17). Doch anschließend bekam Alba mehr und mehr Probleme. Sie ließen nun selbst zu viel liegen und nahmen offene Würfe nicht. Bamberg verteidigte intensiver, während im Gegenzug die Berliner nicht mehr so konsequent zu Werke gingen. So schmolz der Vorsprung bis zur Halbzeit auf nur noch einen Zähler.
Bis zum Ende des dritten Viertels blieb Alba aber weiter vorn, Ende des Abschnittes betrug der Vorsprung sogar wieder acht Punkte (58:50). Doch dann starteten die Berliner mit einem katastrophalem 2:14-Lauf ins letzte Viertel (62:66). Nun wurde es ein echter Krimi. Bis 91 Sekunden führte Alba noch 72:70. Doch sieben Sekunden vor Ende drehte Bamberg die Partie wieder. Jack Kayil vergab dann den letzten Berliner Wurf.