Berlin & BrandenburgCDU-Chef Wegner attackiert Berliner Linke

Kai Wegner grenzt sich von der AfD ab, aber auch von der Linken in Berlin. Die Partei sieht er als Hauptkonkurrenten bei der Abgeordnetenhauswahl – und die CDU als die einzige Volkspartei der Mitte.
Stuttgart/Berlin (dpa/bb) - Berlins Regierender Bürgermeister und CDU-Landeschef Kai Wegner hat AfD und Linke scharf attackiert. "Mit mir wird es niemals eine Koalition mit Rechtsradikalen von der AfD geben", sagte Wegner beim CDU-Bundesparteitag in Stuttgart. "Aber ich sage das genauso klar: Mit mir wird es auch niemals eine Koalition mit einer antisemitischen Linkspartei geben. Und ich erwarte eigentlich, dass SPD und Grüne das genauso ausschließen wie wir als CDU."
In Berlin wird am 20. September ein neues Landesparlament gewählt. In den jüngsten Umfragen gab es für die jetzige Regierungskoalition aus CDU und SPD keine Mehrheit mehr.
Wegner sieht die Linke als wichtigsten Konkurrenten
Wegner sagte, die CDU sei in Berlin die einzige Volkspartei der Mitte. "Der Hauptkonkurrent um das Rote Rathaus, das ist nicht die SPD, das sind auch nicht die Grünen", so der CDU-Landeschef. "Das ist die Linkspartei in Berlin, eine Partei, die klar antisemitisch ist, eine Partei, die sich immer weiter radikalisiert."
"Wir werden in Berlin alles dransetzen, mit der Unterstützung der CDU Deutschlands, dass unsere Hauptstadt die Rolle rückwärts nach links macht", sagte Wegner. "Diese Stadt darf nicht von Antisemiten, von Linksextremen und von Polizistenhassern regiert werden." Berlin müsse aus der politischen Mitte regiert werden.
"Ja, Berlin ist anders, ja, Berlin ist auch manchmal ein bisschen schwierig", räumte Wegner ein. Aber Berlin habe eine Strahlkraft für ganz Deutschland. Berlin sei die Stadt der Freiheit, der Vielfalt und der Weltoffenheit. "Das ist die DNA unserer Stadt." Hass, Hetze und Antisemitismus gehörten nicht dazu.