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Berlin & BrandenburgPolizei: Streits heute eher mit Schusswaffen ausgetragen

23.02.2026, 10:47 Uhr
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Von einem Bandenkrieg spricht die Berliner Polizei nicht. Sorgen bereiten ihr aber die vielen scharfen Waffen, die in Berlin kursieren.

Berlin (dpa/bb) - Die Verbreitung scharfer Pistolen und deren Gebrauch in Berlin ist nach Einschätzung der Polizei inzwischen ein ernstes Problem. "Streitigkeiten, die früher mit Fäusten ausgetragen wurden, werden heute vielleicht eher mit Schusswaffen ausgetragen", sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik Meisel im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses.

Für die Polizei sei das aktuelle Thema derzeit die "hohe Verfügbarkeit von Schusswaffen in kriminellen Milieus", auch im Bereich der organisierten Kriminalität. Sie würden dort für Sachbeschädigungen genutzt, also etwa bei der Erpressung von Ladeninhabern für Schüsse auf Gebäude und Scheiben, "aber leider auch gegen Menschen".

Konkrete Hinweise auf einen tatsächlichen Bandenkrieg in Berlin wie im Chicago der 1930er Jahre gebe es hingegen keine, sagte Slowik Meisel. Es würden auch nicht ganze Geschäftsfelder in der Stadt neu verteilt. Es seien aber tatsächlich ausländische bewaffnete Täter in Berlin aktiv, auch im Auftrag ausländischer Strukturen bei der sogenannten Schutzgeld-Erpressung. Die Herausforderung und Aufgabe für die Polizei sei es aber, die Zahl der Schusswaffen zu begrenzen.

Durch die Mitte November 2025 eingesetzte Sonderermittlungsgruppe "Ferrum" (lateinisch für Eisen) und die ständigen Kontrollen in Bars, Kneipen und an Treffpunkten seien bislang 260 Ermittlungsverfahren gegen Verdächtige eingeleitet worden, es habe 13 Haftbefehle gegeben und die Polizei habe 78 gefährliche Gegenstände und Waffen beschlagnahmt. Darunter waren nach letztem Stand 18 scharfe Schusswaffen.

Quelle: dpa

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