Berlin & BrandenburgMesserangriff im Park – Angeklagter schweigt

Zwei Männer treffen sich nachts in einer Parkanlage. Plötzlich ist ein Messer im Spiel. Unvermittelt soll ein junger Mann zugestochen haben. War es versuchter Mord?
Berlin (dpa/bb) - Nach einer Messerattacke im Volkspark Hasenheide vor rund sechs Monaten steht ein 20-Jähriger vor dem Berliner Landgericht. Er soll einen damals 44 Jahre alten Mann so schwer mit einem Messer verletzt haben, dass dieser in Lebensgefahr schwebte und notoperiert werden musste. Der Verteidiger sagte zu Prozessbeginn, sein Mandant schweige zu den Vorwürfen.
Die Anklage lautet zunächst auf gefährliche Körperverletzung. Das Gericht erteilte allerdings den Hinweis, dass nach vorläufiger Würdigung auch eine Verurteilung wegen versuchten Mordes in Betracht komme.
Stiche in Brust und Bauch
Der deutsche Angeklagte soll sich am 14. September 2025 mit dem späteren Opfer an einem U-Bahnhof getroffen haben. Sie seien anschließend gemeinsam zum Volkspark Hasenheide gegangen. Möglicherweise sei es zunächst zu einvernehmlichen sexuellen Handlungen gekommen, hieß es im Prozess. Laut Anklage habe der 20-Jährige "unvermittelt kraftvoll mit einem Messer in Brust und Bauch gestochen".
Der damals 19-Jährige wurde am 13. Oktober festgenommen, nachdem unter anderem Videoaufnahmen aus einer Überwachungskamera der Berliner Verkehrsbetriebe ausgewertet worden waren. Er befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bislang drei weitere Verhandlungstage bis zum 22. April vorgesehen.