Berlin & BrandenburgDampfer-Chef hofft zur Hauptsaison auf sinkende Spritpreise

Flottenparade in Potsdam: Von Kohle bis Hybrid – wie das Schifffahrt-Unternehmen Weisse Flotte trotz der Kraftstoff-Krise Kurs hält und warum die Preise für Ausflüge vorerst nicht steigen sollen.
Potsdam (dpa/bb) - Zum Start der Hauptsaison für die Potsdamer Ausflugs- und Linienschiffe hofft der Chef der Weissen Flotte auf bald wieder sinkende Spritpreise. "Glücklicherweise haben wir uns vor der Saison eingedeckt mit Kraftstoff, so dass die Tanks gut gefüllt sind", sagt Maximilian Möwert-Schulz, einer von drei Geschäftsführern des Schifffahrt-Unternehmens. Er schätzt: Etwa drei bis vier Monate halten die Reserven im Tanklager.
Die Potsdamer Flottenparade am Wochenende markiert traditionell den Auftakt der Hauptsaison - zusammen mit einem Hafenfest an der Langen Brücke. In diesem Jahr gibt es die Parade zum 65. Mal. Knapp 1.000 Karten seien für die Fahrten verkauft worden, so Möwert-Schulz.
Ticketpreise für die Dampfer sollen erst mal nicht steigen
Acht Linien- und Ausflugsschiffe nehmen daran teil - einzig ein Wassertaxi ist nicht mit von der Partie. Das älteste Schiff, das Dampfschiff "Gustav", sei aus dem Jahr 1908 und fährt mit Kohlebriketts aus der Lausitz, erklärt Möwert-Schulz. Die "MS Schwielowsee" von 2019 dagegen habe einen Hybrid-Antrieb und könne rein elektrisch fahren mit der Option einen Dieselgenerator einzuschalten.
Die Preise für die Fahrkarten mit den Schiffen sollen trotz des Iran-Kriegs und der höheren Spritpreise erst mal so bleiben, wie sie sind. "Wir werden die Ticketpreise nicht anheben", hatte Möwert-Schulz den "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (PNN) gesagt.
Er hoffe aber auf eine baldige Entspannung in der Krise. Seine Erwartung: "Möglicherweise gibt es auch mehr Inlandstourismus", so der Geschäftsführer zu dpa. Dann stehe Potsdam gut da: "Fast jeder kennt Schloss Sanssouci."