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Berlin & BrandenburgBerlin Volleys siegen gegen Lüneburg: Entwarnung bei Patch

09.10.2021, 19:20 Uhr

Die Berlin Volleys feiern einen verdienten Erfolg gegen Lüneburg, müssen sich aber kurz um einen Leistungsträger sorgen. Am kommenden Samstag wartet in der Volleyball-Bundesliga ein härterer Gegner.

Berlin (dpa/bb) - Benjamin Patch verbreitete kurz nach Spielschluss schon wieder gute Laune. "Notfalls spiele ich auch mit gebrochenen Fingern", sagte der Diagonalangreifer der Berlin Volleys lächelnd, nachdem sein Team am Samstag in der Volleyball-Bundesliga die SVG Lüneburg mit 3:0 (25:20, 25:22, 25:22) bezwungen hatte. Zu Beginn des dritten Satzes hatte der 2,05 Meter große Amerikaner Patch für einen Schreckmoment beim Heimspiel in der Max-Schmeling-Halle gesorgt, als er neben dem Feld ärztlich betreut werden musste.

Den lädierten Daumen seiner linken Hand schützte nach Spielende ein weißer Tapeverband. Patchs Ehrgeiz blieb von der Blessur ungebrochen. Für die letzten drei Ballwechsel gegen Lüneburg kehrte er aufs Feld zurück. Ein längerfristiger Ausfall droht ihm nicht. "Das wäre auch fatal gewesen", sagte Geschäftsführer Kaweh Niroomand, wohlwissend um die Bedeutung des Topscorers für das Team. Mannschaftsarzt Oliver Miltner hatte noch am Spielfeldrand diagnostiziert, dass bei Patch das vordere Glied des Daumens in Mitleidenschaft gezogen wurde. "Das lässt sich tapen", sagte Niroomand.

Patch wird gebraucht. Schließlich stehen die Volleys bereits am dritten Spieltag am kommenden Samstag vor ihrer bisher größten Herausforderung in dieser Saison. Gegner in Ulm ist dann der Dauerrivale VfB Friedrichshafen. Beide Teams hatten erst vor einem halben Jahr das Playoff-Finale um die deutsche Meisterschaft bestritten, das der Hauptstadtclub mit 3:0 Siegen souverän für sich entschied.

Für das erneute Aufeinandertreffen feierten die BR Volleys gegen Lüneburg eine gelungene Generalprobe. "Wir haben die Annahme stabil gehalten, obwohl unser Gegner sehr varibel aufgeschlagen hat. Das ist die Grundlage und gibt Sicherheit", sagte der argentinische Libero Santiago Danani.

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