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Berlin & BrandenburgBerliner Philharmoniker rechnen mit Sanierung ab 2032

08.05.2026, 15:10 Uhr
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(Foto: Christoph Soeder/dpa)

Das Konzerthaus der Berliner Philharmoniker muss modernisiert werden. Was bisher bekannt ist und was das Orchester in der neuen Saison plant.

Berlin (dpa/bb) - Die Berliner Philharmoniker brauchen wegen einer notwendigen Sanierung voraussichtlich ab 2032 ein Zwischenquartier. Das berühmte Gebäude von Hans Scharoun muss überholt werden. Sie hätten eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben und würden voraussichtlich im Juni detaillierter informieren, sagte Intendantin Andrea Zietzschmann.

"Das ist ein umfangreiches Vorhaben", sagte sie. Ihr Plan sei, 2032 im Gebäude noch das 150-jährige Jubiläum zu feiern und dann in die Sanierung zu gehen. Dafür müssten aber noch in diesem Jahr alle Weichen gestellt werden. Mit Land und Bund soll über die Finanzierung gesprochen werden.

"Wir haben viele Probleme, es gibt regelmäßig Schäden", sagte Zietzschmann. Das Publikum sehe das nicht, im Saal sehe es wunderbar aus. Probleme gebe es aber etwa beim Brandschutz. Man müsse stabilisieren, damit das Haus halte. "Es ist schon umfangreich, was hier gemacht werden muss."

Geprüft wird, welche Ausweichspielstätte infrage kommen könnte. Der Zeitung "B.Z." sagte Zietzschmann, der frühere Flughafen Tempelhof oder das ICC seien zwei von mehreren Optionen. Es müsse geprüft werden, ob Akustik, Anbindung und Kapazität genügten. "Sonst machen wir bei jedem Konzert Verlust." Nachgedacht werde auch über einen Ersatzbau auf einer Freifläche.

Worauf sich Chefdirigent Petrenko freut

Chefdirigent Kirill Petrenko stellte das Programm für die nächste Saison vor. Auf dem Plan stehen etwa Werke von Edward Elgar, Peter Tschaikowsky, Paul Hindemith, Ludwig van Beethoven, Ottorino Respighi und Richard Wagner. Besonders freut sich Petrenko auf "Hänsel und Gretel" von Engelbert Humperdinck. "Dieser romantische Klang ist für unser Orchester wie geschaffen."

Petrenko ist seit 2019 Chefdirigent des Orchesters. Über sein Heimatland Russland sagte er, solange das dortige Regime am Ruder sei, könne er sich nicht vorstellen, einen Fuß dorthin zu setzen. Die Philharmoniker sind eines der weltweiten Spitzenorchester, in der neuen Saison spielen sie etwa auch in der New Yorker Carnegie Hall und touren in Südamerika.

Sieht sich Petrenko eigentlich als Zauberer? Das komme auf die Tagesform an, scherzte der 54-Jährige. Was man Zauber nenne, sei etwas, das man nicht erklären könne. Aber dahinter stecke Handwerk. Man bereite sich vor, probe und sei fleißig, wie andere Menschen auch. Auch ein Zauberer sei jemand, der sehr fleißig sei. "Ich glaube, bei Harry Potter mussten sie das auch lernen."

Quelle: dpa

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