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Berlin & BrandenburgBevölkerung in Brandenburg erstmals wieder gesunken

16.06.2026, 13:48 Uhr
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In fast allen Bundesländern Deutschlands wohnen weniger Menschen als im Jahr zuvor. Auch in Brandenburg ging die Bevölkerungszahl wieder zurück - auch wenn nur leicht.

Potsdam (dpa/bb) - Zum ersten Mal seit vielen Jahren sind in Brandenburg Ende vergangenen Jahres weniger Menschen gezählt worden als im Jahr davor. Die Bevölkerungszahl ging in dem Bundesland um knapp 0,19 Prozent zurück, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

In Brandenburg lebten zum Stichtag am 31. Dezember 2025 exakt 2.551.889 Menschen. Das waren 4.858 Menschen weniger als Ende 2024. Zum Vergleich: Am 31. Dezember 2016 lebten noch 2.494.648 Menschen in Brandenburg, fünf Jahre später waren es 2.537.868 Menschen (2021). Seit 2016 stiegen die Zahlen kontinuierlich an.

Nach Angaben der Statistiker stieg die Bevölkerungszahl nur in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. In den Flächenländern ging sie hingegen zurück oder blieb annähernd stabil. Der Bevölkerungsrückgang fiel in den östlichen Bundesländern mit minus 0,5 Prozent stärker aus als in den westdeutschen Bundesländern mit minus 0,1 Prozent.

110.000 Menschen weniger in Deutschland

Ein Blick auf die bundesweiten Zahlen: In Deutschland lebten Ende 2025 110.000 Menschen weniger als ein Jahr zuvor. Die Bevölkerungszahl ist auf 83,5 Millionen Menschen gesunken. Das waren laut Statistischem Bundesamt 0,1 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

Seit 2011 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 kontinuierlich gewachsen, wie die Statistiker berichteten: "Im Jahr 2025 sank die Bevölkerungszahl nun erstmals seit 2020 wieder."

Der Grund: Die Nettozuwanderung kann das Geburtendefizit nicht ausgleichen. 2025 gab es in Deutschland 352.000 mehr Sterbefälle als Geburten. Gleichzeitig ging der Wanderungssaldo – also die Differenz zwischen den Zu- und Fortzügen – von plus 430.000 auf 235.000 deutlich zurück.

Quelle: dpa

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