Berlin & BrandenburgBrinker kritisiert Entwicklung bei Einbürgerungen

Am 20. September wird das Berliner Abgeordnetenhaus neu gewählt. Die Spitzenkandidaten stellen sich derzeit in zahlreichen Diskussionsrunden vor. Es geht um Themen wie Mieten, Müll und Integration.
Berlin (dpa/bb) - Die Berliner AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker hat die Zunahme der Einbürgerungen kritisiert. "Die deutsche Staatsbürgerschaft - speziell in Berlin - wurde in den vergangenen Jahren massiv verschleudert", sagte Brinker in einer Diskussionsrunde der "Berliner Morgenpost".
Es müsse viel genauer darauf geachtet werden, wer eingebürgert wird. Voraussetzung dafür seien die Bereitschaft, sich zu integrieren, und gute Deutschkenntnisse. "Es müssen entsprechende Integrationsleistungen vorliegen", sagte Brinker in der Runde mit den anderen Spitzenkandidaten.
Die Zahl der eingebürgerten Ausländer ist in Berlin zuletzt stark gestiegen. 2025 erhielten 39.041 Menschen die deutsche Staatsangehörigkeit. Das waren nach Angaben des Amts für Statistik fast 80 Prozent mehr als 2024. Hintergrund ist das im Juni 2024 in Kraft getretene modernisierte Staatsangehörigkeitsgesetz. Hinzu kommt, dass die Einbürgerungen vor zwei Jahren in einem "Landesamt für Einwanderung" gebündelt wurden, vorher waren die Bezirke zuständig.
Die Spitzenkandidaten von CDU, SPD, Grünen, Linken und AfD diskutierten knapp vier Wochen vor der Wahl zum Abgeordnetenhaus. In einer Erhebung des Instituts Forsa für das Nachrichtenportal "t-online" kam die Linke zuletzt auf 22 Prozent. Auf dem zweiten Platz landeten CDU und AfD mit jeweils 18 Prozent. Die Grünen lagen bei 16 Prozent, die SPD kam auf 12 Prozent.