Berlin & BrandenburgErste Probebohrungen für U8-Verlängerung

Senat und BVG treiben die Planungen für die U8-Verlängerung im Berliner Norden voran. Erste Baugrunduntersuchungen stehen an - einen konkreten Zeitplan für das Projekt gibt es aber nach wie vor nicht.
Berlin (dpa/bb) - Die Planungen für eine nördliche Verlängerung der U-Bahn-Linie U8 ins Märkische Viertel werden konkreter. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) haben eine erste Erkundungsbohrung durchgeführt, um Informationen über den Baugrund zu sammeln, wie das Unternehmen mitteilte. Vorausgegangen sei ein offizieller Planungsauftrag durch den Berliner Senat.
Die bislang bevorzugte Trasse verläuft vom Bahnhof Wittenau - der bisherigen Endstation der U8 - entlang des Wilhelmsruher Damms über die Wesendorfer Straße bis zum Senftenberger Ring. Vorgesehen sind drei Zwischenstationen am Märkischen Zentrum, an der Treuenbrietzener Straße sowie an der Wesendorfer Straße. Der neue Endbahnhof soll am Senftenberger Ring entstehen.
Der detaillierte Tassenverlauf muss der BVG zufolge noch weiter konkretisiert werden. Auch einen konkreten Zeitplan für den Bau und die Inbetriebnahme gibt es demnach noch nicht. Diesen zu ermitteln, sei ein Ziel der derzeit laufenden Vorplanungen, hieß es. Zusammen mit den Baugrunduntersuchungen werde diese Phase noch einige Monate dauern.
Der Berliner Senat hatte im April entschieden, die Planungen für die Verlängerung der U8 weiter voranzutreiben. "Mit der Verlängerung der U8 schaffen wir eine leistungsfähige und zukunftsfähige Anbindung für eines der größten Wohngebiete Berlins", teilte Verkehrssenatorin Ute Bonde mit. Zehntausende Menschen im Märkischen Viertel sollen demnach künftig direkt ans Berliner U-Bahnnetz angeschlossen werden.