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Berlin & Brandenburg Grütters führt Berliner CDU in Bundestagswahlkampf

Monika Grütters (CDU) spricht im Bundestag. Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild

(Foto: Michael Kappeler/dpa/Archivbild)

Die Spitzenkandidatin der Berliner CDU ist eine bekannte Bundespolitikerin, die ihr Büro im Kanzleramt hat. Eine weitere CDU-Kandidatin ist ebenfalls prominent. Allerdings aus einem ganz anderen Bereich.

Berlin (dpa/bb) - Mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters als Spitzenkandidatin zieht die Berliner CDU in den Wahlkampf für die Bundestagswahl am 26. September. Grütters (59) wurde am Samstag mit deutlicher Mehrheit von den Delegierten eines digitalen Landesparteitags auf den ersten Platz der Kandidatenliste gewählt. Sie erhielt 158 Stimmen (69 Prozent). Der Gegenkandidat Kevin Kratzsch kam auf 67 Stimmen (29 Prozent). Grütters sitzt seit 2005 im Bundestag. Seit 2013 ist sie Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Sie will bei der Wahl auch als Direktkandidatin in Berlin-Reinickendorf antreten.

Auf dem recht aussichtsreichen Platz sechs der CDU-Kandidatenliste tritt die Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein (49) aus Treptow-Köpenick an.

Grütters betonte in ihrer Bewerbungsrede ihre Leidenschaft für die Hauptstadtpolitik. Sie wolle weiter bundespolitische Akzente für Berlin setzen, vor allem im Bereich Kultur. Berlin erhalte seit Jahren vom Bund "für seine strahlende Hauptstadtkultur" mehr Fördermittel als vom Senat, sagte Grütters. "Mein Berliner Herz schlägt auch aus dem achten Stock des Kanzleramts heraus für unsere Stadt." Sie stehe für "moderne Frauenpolitik ohne Gendersternchen, für die Vielfalt einer Großstadt ohne Verfall der Sitten".

Auf den Listenplatz zwei wurde Jan-Marco Luczak (45) aus Tempelhof-Schöneberg gewählt. Er sitzt seit 2009 im Bundestag und ist Vorsitzender der Berliner CDU-Landesgruppe. Den Listenplatz drei erhielt Ottilie Klein (37) aus Mitte.

In der Abstimmung um Platz vier setzte sich mit deutlicher Mehrheit (144 Stimmen) der Bundestagsabgeordnete und Ex-Justizsenator Thomas Heilmann (56) aus Steglitz-Zehlendorf durch. Gegen ihn kandidierte unter anderem Ex-Sozialsenator Mario Czaja (45) aus Marzahn-Hellersdorf. Er erhielt 37 Stimmen. Klaus-Dieter Gröhler aus Charlottenburg-Wilmersdorf (55), seit 2013 im Bundestag, folgte auf Platz fünf.

Bei der Bundestagswahl 2017 wurde die CDU in Berlin mit 22,7 Prozent stärkste Partei. Sie hat sechs Abgeordnete aus der Stadt im Parlament. Vier davon holten ein Direktmandat. Zwei zogen über die Liste in den Bundestag ein.

© dpa-infocom, dpa:210417-99-241482/3

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