Berlin & BrandenburgHunderte bei Demo gegen Rechts in Cottbus

Ein Hakenkreuz an der Synagoge, Drohungen vor einer Pfarrerwohnung, eine Leuchtfackel im Wohnprojekt: Nach mehreren mutmaßlich rechten Vorfällen dringen Demonstranten auf ein Ende rechter Gewalt.
Cottbus (dpa/bb) - Nach einer Serie mutmaßlich rechtsextremistischer Straftaten haben mehrere Hundert Menschen in Cottbus gegen rechte Gewalt demonstriert. Ein Demonstrationszug zog unter dem Motto "Ihr greift uns an - wir stehen noch näher zusammen" durch die Stadt. Zwischenzeitlich machten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihren Protest bei einer Kundgebung deutlich.
Alles verlaufe friedlich, sagte ein Polizeisprecher. Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg organisierte die Demo. Die Sprecherin der Initiative, die frühere Grünen-Landtagsabgeordnete Ricarda Budke, sagte im RBB: "Wir zeigen ja hier gerade, dass wir uns die Stadt nicht nehmen lassen."
Der Staatsschutz der Polizei ermittelt nach mehreren Straftaten in Cottbus. In den vergangenen Tagen waren ein antisemitischer Schriftzug und ein schwarzes Hakenkreuz an die Synagoge der Stadt geschmiert worden. Bisher unbekannte Täter warfen zudem eine Leuchtfackel in den Flur eines alternativen Wohnprojekts. Es gab auch Drohungen an der Wohnung eines Studentenpfarrers, der sich gegen Rechtsextremismus engagiert.